Revolution an der Mainaustraße

Westkreuz bekommt Maibaum aus Metall

Sie zeigen den alten Maibaum aus Douglasien-Holz, den sie spätestens nächstes Jahr gegen ein Metallstangerl austauschen wollen (von links): die Westkreuzler Herbert Hochmuth, Johann Slezak und Manfred Schlecht.
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Sie zeigen den alten Maibaum aus Douglasien-Holz, den sie spätestens nächstes Jahr gegen ein Metallstangerl austauschen wollen (von links): die Westkreuzler Herbert Hochmuth, Johann Slezak und Manfred Schlecht.

Westkreuz: Windböen von bis zu 160 Kilometer pro Stunde soll er aushalten können, der neue Maibaum aus Metall, der bald ans Westkreuz kommt.

Wieder wollen sie Pioniere sein, die Westkreuzler mit ihrem Maibaum: „Wir hatten 1970 den ersten Maibaum Bayerns in einer Trabantensiedlung und den ersten mit Wappen der deutschen Länder statt mit Zunftzeichen – denn Handwerk gab’s hier damals ja nicht“, erzählt Johann Slezak, der Chef der Interessenvereinigung Westkreuz. „Und nun“, ergänzt er, „werden wir wohl auch noch den ersten großen Münchner Maibaum haben, der nicht aus Holz gefertigt ist, sondern aus Metall.“

Grund für diesen Plan sind erhöhte Sicherheitsanforderungen jener Wohnungseigentumsverwaltung, auf deren Boden der Baum seit Anfang der 70er-Jahre steht. „Die lassen sich mit einem Metallbaum besser und günstiger erfüllen als mit der Holz-Variante“, erklärt Manfred Schlecht, Gründungsmitglied der einstigen Aktionsgemeinschaft Westkreuz, die vor fast fünfzig Jahren den ersten Westkreuz-Maibaum aufstellen ließ. Schlecht fügt hinzu: „Das Metallstangerl soll Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometer pro Stunde aushalten können, bald doppelt so viel wie der Holzstamm.“ Ein weiterer Vorteil: „Das Metall ist beständiger als Holz und muss nicht so oft begutachtet werden.“

Rund 6000 Euro kostet das Metallstangerl, das Johann Slezak, Manfred Schlecht sowie Herbert Hochmuth, Chef der Maibaumfreunde vom Westkreuz, sich bei einer Fachfirma ausgeguckt haben. „Knapp die Hälfte haben wir schon zusammen“, sagt Slezak. „Gut 3000 Euro brauchen wir noch. Um die Kosten gering zu halten, wird der Metallbaum mit 25 Metern übrigens fünf Meter kürzer sein als der hölzerne.“ Wer das Projekt unterstützen möchte, kann aufs Konto der Interessenvereinigung Westkreuz spenden: Genossenschaftsbank e. G., IBAN DE 44 7016 9464 0040 7068 50.

Sosehr sich die Maibaum-Männer aufs neue Stangerl freuen – einen Wermutstropfen bringt ihr Plan mit sich: „Heuer fällt das Fest unterm Maibaum aus“, sagt Johann Slezak. „Es steht ja noch der alte aus Holz, der dem Grundeigentümer nicht sicher genug ist.“ Im­merhin: Im Bürgersaal am Westkreuz, Friedrichshafener Straße 17, gibt’s am Montag, 1. Mai, ab 11 Uhr eine Feier mit Grillen, Kaffee und Kuchen sowie Livemusik – Eintritt frei.
Christopher Beschnitt

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