Visitenkarte fürs Ego

Warum die Münchner Band „Imwido“ ein Album aufnahm

Die Mitglieder der Band „Imwido“ präsentieren am Samstag ihr erstes Album in der Pasinger Fabrik.
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Die Mitglieder der Band „Imwido“ präsentieren am Samstag ihr erstes Album in der Pasinger Fabrik.

Pasing: Ungewöhnlicher Name, eigene Lieder, deutsche und bairische Texte

Stolz hält Andreas Ritter das CD-Cover in der Hand. Im Inneren befindet sich das erste Album der Band „Imwido“. Acht Lieder haben die Münchner Hobbymusiker in einem professionellen Tonstudio eingespielt. Zahlreiche Abende und Nächte haben sie danach noch daran herumgetüftelt. Und nun ist nach mehr als einem halben Jahr Arbeit ihr Album „Individuell“ fertig. Der Öffentlichkeit präsentieren es die sieben Musiker am Samstag, 1. Juli, in der Cantina-Bar in der Pasinger Fabrik.

Einflüsse aus Rock, Punk, Reggae und Ska

Vor allem für das Ego sei das Album, sagt Schlagzeuger Ritter. Außerdem sei es als Visitenkarte ganz nützlich. Denn wenn ein Veranstalter die Band fragt, was für Musik sie macht, können die Mitglieder häufig keine klare Antwort geben: Rock, Punk, Reggae, Ska und Swing – all das finde sich in ihrer Musik, sagt der Lochhauser.

Der Grund dafür ist die Zusammensetzung der Band. 22 Jahren liegen zwischen Bassisten Matthias Janßen (48 Jahre), und den Bläsern Daniel und Michael Metzenmacher (26 Jahren). Sänger David Schneider, die Gitarristen Martin Bammler und Martin Schott sowie Schlagzeuger Ritter liegen dazwischen. Dadurch wurden die Band-Mitgliedern von ganz unterschiedlicher Musikepochen geprägt.

Ritter sagt daher: „Wir hören im privaten Umfeld ganz unterschiedliche Musik.“ Das reiche von harten Rock über Jazz bis zu Volksmusik. „Alle diese Einflüsse kommen in der Band zusammen, so dass unsere Musik eine ganz eigene Mischung ist“, so Ritter. Das sei eine große Stärke der Band. Sie passe in keine Schublade.

Name der Band leitet sich vom Probentag ab

Nicht ganz alltäglich ist auch der Name der Band. „Imwido“ leitet sich von ihrem Probentag ab. „Immer wieder donnerstags“ treffen sich die Münchner im Probenraum an der Friedenheimer Brücke.

Dort spielen sie nicht nur zusammen, sondern schreiben auch gemeinsam neue Lieder. Zwölf bis 13 eigene Song hat die Band inzwischen. Nur vereinzelt spielt sie noch Lieder anderer Musiker.

Die Texte auf ihrem Album sind alle auf Deutsch beziehungsweise Bairisch. Sie seien eine weitere große Stärke der Band, findet Trompeter Daniel Metzenmacher. Er stammt wie Bruder Michael ebenfalls aus Lochhausen und erklärt: „Sie sind nicht belanglos, sondern erzählen eine Geschichte. Es werden darin Charaktere vorgestellt, die jeder kennt.“ Der Großteil der Liedzeilen stammt aus der Feder von Sänger Schneider. Oft geht es um die Abgründe oder Schattenseiten der Gesellschaft, vorgetragen in fröhlichem Ton. So singt Schneider unter anderem über die Nachteile des Lebens in München oder die nervigen Angewohnheiten seiner Freundin.

Album mit acht Liedern

Die Ideen für die Musik kommen von allen Bandmitgliedern. Doch Martin Bammler ist das musikalische Hirn und bringt alle Vorschläge letztendlich zu einem Song zusammen.

Acht Lieder haben nun den Weg auf das Album gefunden. Ins Album reinhören, könnt ihr hier. Ritter sagt: „Es ist ein geiles Gefühl, wenn man die CD ins Auto einlegen kann. Das macht schon stolz.“

Andreas Schwarzbauer

Die Band „Imwido“ präsentiert ihr erstes Album am Samstag, 1. Juli, in der Cantina-Bar in der Pasinger Fabrik an der August-Exter-Straße 1. Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Album gibt es auf Amazon Music und Spotify zum Download. 

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