Burenwirt existiert seit 1899

Traditionswirtschaft in Gefahr?

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Werner Dilg (links) und Klaus Bichlmayer sorgen sich um den Burenwirt.

Aubing - Das Grundstück der Gaststätte Burenwirt steht zum Verkauf - und könnte einfach abgerissen werden! Das will ein Förderverein unbedingt verhindern

Werner Dilg und Klaus Bichlmayer haben Angst um die Aubinger Traditionsgaststätte Burenwirt. „Wir haben aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass das Gebäude verkauft werden soll“, sagt Bichlmayer. Er befürchtet, dass ein Käufer die Gaststätte abreißen und stattdessen Wohnungen bauen könnte. 

Eigentümer Robert Moser bestreitet allerdings jegliche Verkaufsabsichten. „In Aubing wird immer viel geredet“, sagt er zu den Gerüchten auf Hallo-Nachfrage. Dennoch haben Dilg und Bichlmayer im Namen des Fördervereins „1000 Jahre Urkunde Aubing“ einen Brief an Stadtbaurätin Elisabeth Merk geschrieben. Sie fordern darin, dass sich die Stadtbaurätin für den Erhalt des 1899 gebauten Gebäudes einsetzen soll. Sie soll auf eine Sanierung hinwirken, möglicherweise mit Mitteln aus der Städtebauförderung. Der Förderverein will einem möglichen Bauvorentscheid zuvorkommen. 

Der Förderverein will das Gebäude unbedingt erhalten

Dilg sagt: „Vor einem Verkauf lässt ein Eigentümer normalerweise festlegen, was gebaut werden darf. Das ist rechtlich bindend und bestimmt den Wert des Grundstücks.“ Danach gebe es kaum noch Einflussmöglichkeiten, erklärt Dilg das frühe Engagement. Der Förderverein will das Gebäude unbedingt erhalten. Dilg sagt: „Es hat Charakter und gehört einfach zu Aubing.“ Es sei Bestandteil des ensemblegeschützten Dorfkerns und ortsbildprägend. Bichlmayer verweist zudem darauf, dass der Burenwirt eine von nur noch zwei verbliebenen Gaststätten in Alt-Aubing sei. „Die Wirtschaft hat eine enorm wichtige Bedeutung als Veranstaltungsort für Vereine und private Feiern“, sagt er. 

Thorsten Vogel, Sprecher der Lokalbaukommission, versichert, dass es bisher keinen Bauantrag für das Grundstück gebe. Da das Anwesen Teil eines denkmalgeschützten Ensembles sei, müssten bei jeder Änderung die Denkmalschutzbehörden einbezogen werden. Andreas Schwarzbauer

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