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Steht der Aubinger VdK vor der Auflösung?

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Die Forsters haben lange gehofft, dass sich in Aubing ein neuer Vorsitzender findet.
Die Forsters haben lange gehofft, dass sich in Aubing ein neuer Vorsitzender findet. © cd

Aubing – Es sind schwere Zeiten für den VdK Aubing: Der Vorstand der Ortsgruppe tritt nach 25 Jahren Amtszeit zurück – Doch bis dato ist kein neuer Nachfolger in Sicht

Der VdK Aubing steht vor dem Aus. Nachdem Herbert Forster als Kassierer und Schriftführer und seine Frau Annemarie als Vorsitzende den Verband die letzten 25 Jahre geleitet haben, werden die beiden die Ämter nun abgeben. „Im Januar werde ich 80 Jahre alt und meine Frau wird 77“, sagt Herbert Forster. Der Aubinger engagiert sich zusätzlich im Bezirksausschuss. „Und mit eigenem Garten, sechs Enkelkindern und sieben Urenkeln wird uns wohl auch in Zukunft nicht langweilig werden.“ 

Doch was kommt nun? „Der beste Nachfolger wäre ein Frührentner zwischen 60 und 65 Jahren“, sind sich die Forsters einig. „Denn der Verband braucht einen Nachfolger, der länger bleibt.“ Doch die beiden berichten auch, dass sich niemand den Aufgaben im Vorstand gewachsen sieht. „Wir hinterlassen große Fußspuren“, meint Herbert Forster. 

Seit seine Frau Vorsitzende ist, sind die Mitgliedszahlen von 630 auf fast 1700 gestiegen. „Das liegt nicht nur an der sozialen Situation, die die Zahlen in die Höhe treibt. Es steckt auch unsere Arbeit dahinter“, berichtet der Rentner. Für seine Mitglieder bietet der VdK Aubing Kranken- und Geburtstagsbesuche an und organisiert regelmäßig Ausflüge und Feiern. Die Koordination übernimmt der Vorstand. Doch wie geht es jetzt weiter? 

„Wenn sich kein Nachfolger findet, löst sich der Verband auf oder wird mit einem anderen Ortsverband zusammengelegt“, befürchtet der Aubinger. „Das passiert bereits in umliegenden Ortsverbänden“, fügt Annemarie Forster hinzu. Auch dort gibt es Probleme Ehrenamtliche für den Vorstand zu finden. 

Die Forsters haben lange gehofft, dass sich in Aubing ein neuer Vorsitzender findet. Doch trotz einiger Kampagnen hat sich niemand dazu bereit erklärt. „Jetzt glauben wir nicht mehr an ein Fortbestehen des Verbands“, sagen die Forsters traurig.

Christina Denk

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