Fehlende Bänke und große Lücken

MVG steht in Aubing Rede und Antwort

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Dass es keine Bank gibt und viele Busse schräg stehenbleiben, sodass eine breite Lücke zum Gehweg bleibt, stört viele Aubinger an der Haltestelle Altenburgstraße.

Aubing - Fehlende Sitzgelegenheiten, Platzmangel in den Haltebuchten: Nur zwei der Diskussionspunkte rund um den öffentlichen Nahverkehr - Die MVG stellte sich jetzt den Fragen der Bürger

Bei einem runden Tisch „Inklusion“ im Alten- und Servicezentrum Aubing beantworteten Ariane Sauer und Helmut Barthe von der MVG Fragen zum öffentlichen Nahverkehr in Aubing.

Ariane Sauer von der MVG stand den Bürgern im Alten- und Servicezentrum Aubing Rede und Antwort zu Themen des öffentlichen Nahverkehrs.

An der Bushaltestelle Altenburgstraße fehlt in Richtung stadtauswärts eine Sitzgelegenheit. Der Gehweg dort ist allerdings zu schmal. Auch eine Klappbank an der Hauswand hat keinen Platz. Dagmar Mosch schlug deshalb eine Verlegung der Haltestelle um einige Meter nach vorne vor. Dort sei auf einer kleinen Grünfläche Platz für ein Wartehäuschen. Barthe wandte ein, dass dies kein städtischer Grund sei. Eine Verbreiterung des Gehwegs sei eine Möglichkeit. Bisher habe das Baureferat das mit Verweis auf die geplante Trambahn abgelehnt, so Barthe. Mit der Entscheidung für die U-Bahn könnte man nun einen neuen Anlauf starten. 

Doppelhaltestelle: Ein anderes Ärgernis ist, dass an der Haltestelle der Linien 57 und 162 keine zwei Busse hintereinander halten können, sodass das hintere Fahrzeug häufig schief stehe. „Dadurch ist an der vorletzten und letzten Tür eine große Lücke zum Bordstein“, so Mosch. Für Mütter mit Kinderwagen und Senioren mit Rollatoren sei dies schwierig. Sie schlug eine Verlängerung der Haltestelle vor. Barthe war skeptisch, weil dies zulasten des Taxistandes gehen würde. Außerdem werde die Haltestelle wegen einer Einfahrt zum Parkplatz keinesfalls barrierefrei.

Helmut Barthe von der MVG stellte sich ebenfalls den Fragen der Bürger.

Aubing-Ost: Eigentlich sollte die neue Buslinie von Pasing über Aubing-Ost zum Aubinger Bahnhof schon längst fahren. Allerdings sei in der Aubing-Ost-Straße wegen der parkenden Autos derzeit kein Durchkommen. Deshalb prüfe das Kreisverwaltungsreferat derzeit Halteverbote. Zum Fahrplanwechsel im Dezember könnte der neue Bus kommen.

Barbara Ney monierte, dass dieHaltestelle der Buslinie 143 zu weit vom Freihamer Bahnhof entfernt sei. Das wird sich allerdings ändern. Der aktuelle Standort sei nur vorläufig, teilte Barthe mit. Sobald Freiham bebaut sei, soll es auf der Fläche des heutigen P&R-Parkplatzes einen Busbahnhof geben. Außerdem kündigte er an, dass die Linie, die derzeit nach 20 Uhr und sonntags nur bis Blutenburg fährt, ab dem Fahrplanwechsel durchgehend bis Neuaubing-West verkehren wird.

Schon lange wünschen sich die Besucher des Alten- und Servicezentrums eine zusätzliche Haltestelle des 57er-Busses zwischen Neuaubing-West und Kunreuthstraße. Doch kurzfristig wird das wohl nicht passieren. Zwar teilte Sauer mit: „Mit der Entwicklung von Freiham wird über die Haltestellen-Standorte neu geredet.“ Denn die Linie fahre ab Herbst 2019 bis in das Neubaugebiet. Allerdings sei der 57er für die Freihamer bis zur Fertigstellung der U-Bahn eine wichtige Verbindung nach Pasing. „Viele Haltestellen stören Durchfahrer, deshalb wollen wir keine kurzen Abstände zwischen den Stopps“, so Barthe. 

Dagmar Mosch wünschte sich ein zweites Wartehäuschen an der Haltestelle Überlinger Weg. „Dort wohnen viele Menschen, die auf den Bus angewiesen sind. Deshalb ist es dort immer sehr beengt“, so Mosch. Die MVG will zumindest eine zusätzliche Bank prüfen. 

Andreas Schwarzbauer

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