Jetzt patrouilliert ein Sicherheitsdienst in Freiham

Scherben und Spritzen auf dem dem Pausenhof: Sicherheitsdienst überwacht Schule

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Wegen Müll und Schlimmeren auf dem Pausenhof schaut nun jede Nacht ein Sicherheitsdienst im Förderzentrum München-West nach dem Rechten.

Freiham - Das neue Schulgelände ist ein Traum! So schien es zumindest: Plötzlich fand man Scherben, Kippen und Spritzen auf dem Pausenhof - Ein Sicherheitsdienst sieht jetzt nach dem Rechten

Ein Sicherheitsdienst schaut seit kurzem regelmäßig am Förderzentrum München-West in Freiham nach dem Rechten. Vor rund einem Jahr ist die Schule in das neue Schulhaus an der Aubinger Allee gezogen. Eigentlich ist der neue Standort ein Traum – darüber sind sich Eltern und Lehrer einig. Doch immer wieder gab es Ärger, weil sich Unbekannte nachts auf dem Schulgelände trafen und wilde Party feierten. Am nächsten Morgen lagen dann Glasscherben, Kondome, Zigarettenkippen und sogar Spritzen auf dem Pausenhof herum.

Schulgelände des Förderzentrums München-West ist sehr einladend

Zwei- bis dreimal pro Nacht, sehen die Sicherheitskräfte jetzt beim Förderzentrum nach dem Rechten.

Das Problem: Die Zäune um das Schulgelände sind nur etwa einen Meter hoch. Doch die Eindringlinge mussten nicht einmal klettern. Denn in regelmäßigen Abständen waren unversperrte Fluchttüren im Zaun. Wachsame Nachbarn gibt es noch nicht, denn die Wohnhäuser des neuen Stadtviertels Freiham, das um die Schule herum entsteht, sind noch in Bau. „Wir wissen nicht, was wir unternehmen können. Es ist einfach sehr einladend. Die Schule befindet sich derzeit noch im Niemandsland“, klagte ein Elternvertreter vor einigen Wochen.

Die Stadt hat inzwischen reagiert: Die Türen seien nun abschließbar und ein Wachdienst patrouilliere nachts, berichtete bei der vergangenen Sitzung des Bezirksausschusses Franz Federmann. Ulrich Lobinger, Sprecher des Bildungsreferats, bestätigt, dass Sicherheitskräfte jede Nacht zwei- bis dreimal beim Förderzentrum vorbeischauen. Einmal hätten sie bisher dort jemanden angetroffen.

Höhere Zäune will das Bildungsreferat nicht aufstellen, „da die aktuelle Höhe den Standards für Schulgebäude entspricht. Auch würde das offene Gesamtkonzept der Schule durch höhere Einfriedungen gestört werden“, erklärt Lobinger.

So bewertet die Rektorin die Situation

Für Rektorin Susanne Leogrande hat sich die Situation schon durch den Sicherheitsdienst verbessert: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass es in den Sommerferien, in denen kaum jemand auf dem Schulgelände war, keinen Vandalismus mehr gab.“ Sie sei sehr zufrieden mit der aktuellen Situation.

Andreas Schwarzbauer

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