Mehr Platz, mehr Wahlmöglichkeit

Max Planck – ein Italiener?

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Der neue Rektor des Max-Planck-Gymnasiums, Ulrich Ebert, hat noch andere Pläne für seine Schule.

Pasing - Dolce vita an der scuola - der neue Rektor Ulrich Ebert träumt am mathematischen Gymnasium von einem italienisch-Zweig

Bewegung am Max-Planck-Gymnasium. Gerade erst wurden die Toiletten saniert, die Mensa und ein neuer Pavillon gebaut, 2020 soll der Spatenstich für den Neubau sein. Was der neue Rektor Ulrich Ebert jetzt vorhat, dürfte trotzdem alle überraschen... Seit Gründung 1945 ist das Gymnasium mathematisch-naturwissenschaftlich. Nun wird Ebert zum Schuljahr 2020/21 einen neusprachlichen Zweig beantragen – mit Italienisch als dritter Fremdsprache nach Englisch und Französisch. „Dieses Angebot haben nur wenige Schulen in München und in der Wirtschaft werden Italienischkenntnisse immer mehr nachgefragt“, erklärt der Obermenzinger, der 2008 als stellvertretender Leiter an das Gymnasium in der Weinbergerstraße kam. 

Außerdem biete das Max-Planck-Gymnasium derzeit schon ab der 10. Klasse Italienisch spätbeginnend an, hätte damit bereits Lehrkräfte zur Verfügung. Natürlich muss das Kultusministerium dem zusätzlichen Ausbildungszweig an der staatlichen Schule noch zustimmen, doch Ebert sieht die Chancen gut. „Beim neuen Gymnasium Freiham und allen umliegenden Gymnasien müssen sich die Kinder noch nicht in der 5. Klasse entscheiden“, erklärt der 49-Jährige. „Als das Elsa-Brändström-Gymnasium zum Schuljahr 2015/16 einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig eingeführt hat, gab es bei uns einen Knick im Zulauf.“ 

Zukünftig soll das Gymnasium zwei Klassen pro Jahrgang mehr haben

Von rund 1100 Schülern fiel die Zahl auf 950. Wegen des Bevölkerungszuwachses im Münchner Westen plane das Schulreferat aber langfristig mit einem sechszügigen Max-Planck-Gymnasium, also ein bis zwei Klassen mehr pro Jahrgang als bisher. Um die zu erwarteten Schülermengen zu bewältigen, entsteht ab 2020 ein dreistöckiger Neubau mit neuer Mensa auf der Fläche wo bisher ein eingeschossiger Trakt steht, der abgerissen wird. „Gerade sammeln wir unsere Wünsche, zum Beispiel mehrere kleine Räume für unsere AGs und unseren Science Club zum Experimentieren und auch einen Raum mit fester Bühne für die Theatergruppen und die Musikensembles.“ Als erstes soll aber neben der bestehenden Zweifach-Turnhalle eine weitere entstehen. Maren Kowitz

Weitere Neuheit an der Schule

Neben dem zusätzlichen Ausbildungszweig will Ulrich Ebert noch ein neues Angebot am Max-Planck-Gymnasium auf den Weg bringen: Erstmalig soll es im Schuljahr 2018/19 eine gebundene Ganztagsklasse geben. Das heißt, dass die Schüler dieser Klasse von Schulbeginn bis 16.15 Uhr rhythmisierten Unterricht, Pausen und Mittagessen sowie betreute Hausaufgabenzeiten im Klassenverbund erleben. Dafür anmelden können Eltern ihre Kinder bei der Schul­einschreibung am Mittwoch, 9. Mai. „Das Angebot kommt aber nur zustande, wenn sich über 21 Schüler in die Ganztagsklasse möchten“, so Ebert. Vorerst ist das Angebot für die 5. und 6. Klasse beantragt.

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