Sport auf engstem Raum

Pasings Hallen platzen aus allen Nähten – Stadt lehnt Neubau ab

Die Turner der TSG Pasing leiden darunter, dass sie zu wenige Hallenzeiten bekommen. Deshalb ist es beim Training meist eng und laut.
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Die Turner der TSG Pasing leiden darunter, dass sie zu wenige Hallenzeiten bekommen. Deshalb ist es beim Training meist eng und laut.

Pasing - Die Turner der TSG Pasing leiden darunter, dass sie zu wenige Hallenzeiten bekommen - Beim Training ist es meist eng und laut - warum die Stadt dennoch keinen Handlungsbedarf sieht

Die TSG Pasing benötigt dringend eine Sporthalle. „Unsere Turnabteilung hat riesige Probleme ausreichend Hallenzeiten zu bekommen“, sagt Vereinspräsident Reiner Spengler. Derzeit nutzen die Turner die Sportstätten der umliegenden Schulen, aber seit der Einführung des Ganztagsunterrichts seien diese meist bis 17 Uhr belegt, so Spengler. Am Abend müssten häufig drei Mannschaften in einer Einfach-Turnhalle trainieren. „Das ist viel zu eng und der Lärmpegel ist gewaltig“, sagt Spengler. Eine solche Wettkampfvorbereitung sei nicht ideal.

Hinzu kommt, dass das Training immer wieder wegen Schulveranstaltungen kurzfristig gestrichen werden müsse. „25 von 52 Wochen sind die Turnhallen nicht nutzbar“, schätzt Spengler. Abteilungsleiterin Katharina Seifert sagt: „Es ist wirklich schwierig. Wir bekommen beim Eltern-Kind-Turnen Kündigungen, weil die Leute nicht verstehen, dass so viele Stunden ausfallen.“ Außerdem würde der Verein sein Angebot gerne ausweiten. „Wir haben Wartelisten, weil unsere Gruppen voll sind“, so Seifert. 

Präsident Reiner Spengler zeigt, wo auf dem Gelände der TSG Pasing der Platz für eine Dreifach-Turnhalle wäre.

An ehrenamtlichen Trainern mangle es nicht, die Hallenzeiten seien das Problem. Und ab Herbst fehlt auch noch die Stammhalle der TSG am Schererplatz wegen einer Sanierung weg. Deshalb fordert die TSG eine Sporthalle auf ihrem Vereinsgelände an der Aubinger Straße. Dort wäre ausreichend Platz. 30 bis 35 Parkplätze gäbe es ebenfalls. „Die Halle könnten alle Schulen und Vereine aus der Umgebung mitnutzen“, so Spengler. „Sie wäre sofort von morgens bis abends ausgebucht.“ Die TSG hatte bereits einen Bauplan erarbeiten lassen und ihn vor Jahren der Stadt übergeben.

Das Referat für Bildung und Sport (RBS) sah jedoch keinen Anlass, die Pläne weiterzuverfolgen. Im Stadtbezirk gebe es derzeit 31 Sporthalleneinheiten. Im Rahmen der Schulbauoffensive kämen in den kommenden Jahren weitere hinzu, die auch für den Breitensport zu Verfügung stünden, teilte Referentin Beatrix Zurek 2015 mit. Vor einem Jahr hat der Stadtrat allerdings gefordert, die Auslastung der Hallen in Pasing zu untersuchen sowie eine Kostenschätzung für den Bau einzuholen. Die Ergebnisse lägen im Herbst vor, so Christina Warta vom RBS. A. Schwarzbauer

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