Belebung des Pasinger Marienplatzes

Ideen für Pasing verpuffen

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In einem dicken Aktenordner hat Jens Krumpholz seine Ideen zur Belebung des Pasinger Marienplatzes gesammelt. Aus den wenigsten ist etwas geworden.

Pasinger Geschäftsmann hofft auf Stadtteilmanagerin

Die neue Stadtteilmanagerin in Pasing ist seit Anfang Oktober im Amt. Bisher hat ParketthändlerJens Krumpholz nichts davon mitbekommen. Er hätte eigentlich viel mit ihr zu besprechen. Seine Ideen, um den Pasinger Marienplatz und das Umfeld wiederzubeleben, füllen einen ganzen Ordner. Doch bisher hat er nichts von der Neuen gehört und weiß nicht, ob sie seine Vorschläge kennt. Auch auf Hallo-Nachfrage äußerte sie sich nicht.

Elektronische Infostele am Bahnhof

Krumpholz erste Idee ist eine elektronische Infostele. Sie soll die Kunden am Bahnhof auf weitere Einkaufsmöglichkeiten neben den Pasing Arcaden hinweisen. Auch der Pasinger Bezirksausschuss unterstützte die Idee mit einem entsprechenden Antrag. Bei den Geschäftsleuten gab es großes Interesse, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Auch das Wirtschaftsreferat befürwortete die Idee. Dennoch es ist nichts geschehen. Auf Hallo-Nachfrage teilte der Pressesprecher des Wirtschaftsreferats, Wolfgang Nickl, mit: „Die Errichtung der Stele wäre Aufgabe des Stadtteilmanagements Pasing.“

Bauernmarkt auf dem Marienplatz

Bereits 2014 schlug Krump­holz einen monatlichen Bauernmarkt auf dem Marienplatz vor. „Bisher habe ich null Reaktion bekommen“, ärgert er sich. Das Kommunalreferat hat nun auf Hallo-Nachfrage den Wunsch abgelehnt: Unweit des Marienplatzes befinde sich bereits der Pasinger Vik­tualienmarkt. „Treten mehrere Standorte in Konkurrenz zueinander, müssen die Märkte sich die Kaufkraft der ansässigen Marktkundschaft teilen, was letztendlich dazu führt, dass ein oder beide Marktstandorte in ihrer Existenz gefährdet werden“, so Pressesprecherin Anne Rauschenbach. Zudem sei der Platz zu klein für einen vernünftigen Markt mit Rettungsdurchfahrten und Sanitäranlagen.

Werbebanner am Bauzaun

Krumpholz fragte außerdem an, ob die Geschäftsleute im Rahmen des Werbe- und Gestaltungskonzeptes der „Aktiven Zentren“ einen Zuschuss für Werbebanner bekommen, die sie an den Bauzaun um das „Pappschachtel“-Areal der Baufirma anbringen könnten. „Hier hätten die Händler und Gastronomen im Zentrum effektiv sichtbar die Möglichkeit, sich zu präsentieren, aber viele können sich das nicht leisten.“ Dazu teilte der zweite Bürgermeister Josef Schmid mit: „Eine, auch anteilige, Finanzierung der Kosten einer Werbung an Bauzäunen privater Bauträger ist leider nicht möglich.“ Allerdings hängen nun Werbeplakate für die „Aktiven Zentren“ an diesem Zaun.

Immerhin ein Wegweiser zum Pasinger Marienplatz wurde inzwischen auf dem Bahnhofsplatz aufgestellt. Andreas Schwarzbauer

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