Polizei wünscht sich eine Sicherheitswacht

Pasinger bald auf Streife unterwegs?

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Gerüstet mit einer dunkelblauen Jacke, einem Polo-Shirt oder einer Armbunde mit der Aufschrift "Sicherheitswacht" soll die Streife in Pasing unterwegs sein.

Pasing - Das wäre eine Sensation: Die Polizeiinspektion möchte eine Sicherheitswacht im Münchner Westen. Doch die Lokalpolitiker sind skeptisch

Eine Sicherheitswacht könnte demnächst in Pasing und Aubing patrouillieren. Die Polizeiinspektion ruft Interessierte dazu auf, sich ab sofort dafür zu bewerben. Die Sicherheitswacht besteht aus normalen Bürgern, die die Polizei unterstützen sollen. Sie gehen Streife und sind bei Problemen ein Ansprechpartner für die Bevölkerung. Sie achten auf Vermüllung, Schmierereien oder aggressive Bettler. 

Ob sie allerdings künftig auch im Münchner Westen unterwegs sind, ist noch nicht entschieden. Denn jede Polizeiinspektion kann selbst festlegen, ob sie die Verstärkung benötigt. Die Pasinger Dienststelle prüft derzeit noch, ob sie die Sicherheitswacht einsetzen will. „Die Polizeiinspektion 45 befindet sich gerade in einem intensiven Meinungsbildungsprozess“, teilte Edmund Hlawon auf Hallo-Nachfrage mit. 

Das könne noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die Anwerbung von ehrenamtlichen Mitarbeitern für die Sicherheitswacht habe das Polizeipräsidium initiiert. Bisher haben sechs Münchner Polizeiinspektionen die Sicherheitswacht einführt. Die Ehrenamtlichen tragen keine Uniform, sind aber an einer dunkelblauen Jacke, einem Polo-Shirt oder einer Armbinde mit der Aufschrift „Sicherheitswacht“ erkennbar. Ausgerüstet sind sie mit Diensthandy und Pfefferspray. Vorher erhalten sie einen Lehrgang als Vorbereitung. 

In Neuhausen-Nymphenburg ist die Sicherheitswacht bereits seit 2016 unterwegs.

Romanus Scholz (Grüne), Vorsitzender des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing, ist kein großer Freund der Sicherheitswacht: „Es stellt sich für mich die Frage, ob diese überhaupt benötigt wird. Pasing ist für mich sehr sicher.“ Einzig im Zentrum wünscht sich Scholz ein verstärktes Vorgehen gegen Falsch­parker. Allerdings solle dafür die kommunale Parküberwachung zum Einsatz kommen, da dies nicht in den Aufgabenbereich der Sicherheitswacht fällt. Scholz fürchtet zudem, dass es durch die Sicherheitswacht zu Unklarheiten über das staatliche Gewaltmonopol kommen könnte. A. Schwarzbauer

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