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Einzigartiges Projekt in Deutschland

Klimapark: Bund Naturschutz will in Neuaubing Grünanlage mit Lerneffekt schaffen 

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Hier soll ein Klimapark entstehen. Thorsten Kellermann vom Bund Naturschutz erklärt, dass man auf den Flächen mit der unterschiedlichen Bepflanzung auch den Wind erleben kann.

Auf der Gotthardt-Trasse will der Bund Naturschutz einen Klimapark anlegen. Spaziergänger sollen dort erleben, welchen Effekt die Bepflanzung auf die Temperatur hat. Ein bisher einzigartiges Projekt...

Neuaubing – Der Bund Naturschutz plant einen Klimapark in Neuaubing. „Die Menschen sollen dort erspüren, welchen Einfluss die Bepflanzung auf die Umgebungstemperatur hat“, sagt Thorsten Kellermann vom Bund Naturschutz. Auf der Gotthardt-Trasse zwischen Bodensee- und Radolfzeller Straße wird es Areale mit verschiedener Vegetation geben: eine Sand- oder Kiesfläche, eine Streuobstwiese, einen Wald und einen Teich beziehungsweise ein Wasserspiel für Kinder.

Die Bepflanzung hat erheblichen Einfluss auf die Temperatur der Umgebung – wie hier eine Streuobstwiese.

Wenn Spaziergänger nun durch den Park gehen, sollen sie erleben, wie sich die Temperatur je nach Areal verändert. „Zwischen einer Freifläche und einem Wald können wegen des Schattenwurfs an einem heißen Sommertag schon einmal zehn Grad liegen“, sagt Kellermann. Aber auch zwischen einer Rasenfläche und Büschen könnten drei bis vier Grad liegen. 

„Das liegt daran, dass die bestimmte Sträucher viel Wasser abgeben und so die Umgebung abkühlen.“ Die Bevölkerung soll auch die verschiedene Vegetation zu den unterschiedlichen Jahreszeiten erleben, so Kellermann.

Der Bund Naturschutz arbeitet bei der Planung eng mit der Technischen Universität (TU) zusammen. Professor Stephan Pauleit vom Lehrstuhl für Landschaftsentwicklung kann sich Bauwagen mit verschiedenen Angeboten wie ein Lern-Mobil oder ein Gastro-Mobil vorstellen. Tafeln sollen die Besucher über das Stadtklima informieren. Außerdem will der Bund Naturschutz Broschüren und Führungen anbieten.

Möglich wird das Projekt, weil der Bund Naturschutz einen größeren Geldbetrag geerbt hat – mit dem Auftrag einen weiteren Stadtpark zu schaffen. Damit wollen die Naturschützer die rund sechs Hektar große Grünfläche von der Stadt kaufen. „Wenn wir die Verhandlungen mit der Stadt bis Ende des Jahres abschließen, kann ich mir vorstellen, dass der Park bis zum Frühjahr 2021 fertig wird“, so Kellermann.

Temperatur in der Stadt heizt sich durch Versiegelung auf

Zu starke Verdichtung erhöht die Gefahr der Überhitzung in der Stadt.

Es sei wichtig, ein Bewusstsein bei der Bevölkerung zu schaffen, wie wichtig Grünflächen seien, um das Klima zu regulieren. „München wird weiter wachsen. Wenn wir zu sehr verdichten, ist die Gefahr aber groß, dass sich die Menschen hier nicht mehr wohlfühlen, weil die Stadt sich im Sommer zu sehr aufheizt“, sagt Kellermann. Denn die Flächenversiegelung verstärke den Klimawandel. 

„Es wird trockener und wärmer, weil der Asphalt die Sonnenenergie speichert und als Wärme wieder abgibt“, erklärt Professor Pauleit. Man müsse deshalb mit Maß bauen. Dabei soll der Klimapark helfen. „Bisher gibt es so etwas in dieser Form noch nicht“, sagt Kellermann stolz

Andreas Schwarzbauer

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