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Hindernis oder guter Kompromiss?

Barrierefreiheit: Rollstuhlfahrerin beklagt Bordsteinkante – Stadt rechtfertigt sich

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Nur mit Hilfe ihrer Betreuerin Helena Muz kommt Katharina Dinter über die Bordsteinkante.

Wenn Katharina Dinter mit ihrem Rollstuhl zur S-Bahn-Station Leienfelsstraße fährt, benötigt sie Hilfe. Der Bordstein ist zwar abgesenkt, die Aubingerin hat dennoch Probleme über die Kante zu kommen.

Aubing-Ost – Der neu gebaute Bordstein an der Ilse-Fehlnig-Straße in Aubing-Ost ist in den Augen des Baureferats barrierefrei, denn er ist auf drei Zentimeter abgesenkt. Doch für Rollstuhlfahrerin Katharina Dinter stellt er ein Hindernis dar, das sie alleine nur schwer überwinden kann.

Regelmäßig muss Dinter auf dem Weg zur S-Bahn-Station Leienfelsstraße über die Bordsteinkante. „Es ist für mich sehr schwer, dort hochzukommen“, sagt sie.

Doch nicht nur Rollstuhlfahrer haben an dieser Stelle Probleme. „Gleich nachdem der Gehweg gebaut war, haben sich bei uns die Radfahrer beschwert“, sagt Barbara Ney, Mitglied im Aubinger Bezirksausschuss. Weil sie die Kante oft nicht rechtzeitig erkennen, käme es immer wieder zu Stürzen. 

Der Einbau eines Kasseler Querungsbords könnte das Passieren der Bordsteinkante für viele Betroffene vereinfachen.

Ney ärgert, dass der Gehweg erst vor einigen Jahren gebaut wurde. Doch anstatt nach neuesten Erkenntnissen zu arbeiten, habe die Stadt eine Barriere errichtet, kritisiert sie. „Ich kann das nicht verstehen“, sagt Ney. Sie forderte daher in einem Antrag, die Kanten abzurunden oder den Bordstein an einer Stelle ebenerdig zu machen.

Das Baureferat sieht dafür keine Veranlassung: „Die Bordsteine an der Ilse-Feeling-Straße sind barrierefrei“, teilt Sprecherin Dagmar Rümenapf mit. Sie entsprächen den Normen und seien ein Kompromiss: Einerseits seien sie wegen der Absenkung auf drei Zentimeter für Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollator gut zu überwinden. Anderseits gebe es für Blinde eine klar ertastbare Kante. Ein abgerundeten Bordstein sei eine Möglichkeit, allerdings gebe es ihn nur an Ampeln und Zebrastreifen.

Ney kann das nicht nachvollziehen. Sie sagt: „Leider ist dies kein guter Kompromiss, da eine Drei-Zentimeter-Kante für Rollstuhl- und Rollatorfahrer oft zu hoch, für blinde Menschen vor allem bei Schnee im Winter zu niedrig ist.“ Sie fordert deshalb eine getrennte Querungsstelle oder den Einbau eines Kasseler Querungsbords. Dort hat der Gehweg einen ebenerdigen Zugang und gleichzeitig für Blinde ertastbare Rillen im Pflaster. Der Bezirks­ausschuss unterstützt ihren Antrag. „Es muss etwas passieren, denn schon die S-Bahn-Station Aubing können Behinderte nicht nutzen, weil es keinen Aufzug gibt.“

Andreas Schwarzbauer

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