Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst

Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst

Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst
Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Im Windschatten der Linienbusse

Aubing-Ost: Halteverbote wegen der neuen Buslinie sorgen für Unmut

+
Tobias Stursberg klagt, dass die Aubing-Ost-Straße nun zum Rasen einlädt und fürchtet um die Sicherheit von Kindern und Tieren.

Damit die neue Buslinie 157 besser durchkommt, hat die MVG zahlreiche Halteverbote an der Aubing-Ost- und der Hellensteinstraße aufstellen lassen. Die Anwohner gehen dagegen auf die Barrikaden...

Aubing – Sie verteilen Flugblätter und organisieren sich über WhatsApp. Zahlreiche Anwohner der Aubing-Ost- und der Hellensteinstraße machen gegen die Folgen der neuen Buslinie 157 mobil.

Damit der 157er problemlos vom Aubinger Bahnhof nach Pasing kommt, hat die Stadt entlang der Strecke zahlreiche Halteverbotsschilder aufgestellt. „Es ist eine Katastrophe. Autos und Lastwagen rasen nur noch durch unsere Straßen“, sagt Anwohner Tobias Stursberg. Vorher seien die parkenden Autos Hindernisse gewesen, die den Durchgangsverkehr ausgebremst hätten. Doch seit den neuen Halteverboten hätten sich die beiden Straßen zu Rennstrecken entwickelt – zumal auch die Rechts-vor-Links-Regelungen aufgehoben wurden. 

„Es ist ein reines Wohngebiet, in dem viele kleine Kinder wohnen. Für sie ist es jetzt unheimlich gefährlich“, meint Stursberg. Er versteht nicht, warum plötzlich so viele Halteverbote nötig sind. Immerhin seien die Straßen schon seit Jahren eine LKW-Umleitungsstrecke.

Parkplatzmangel fordert weiteren Tribut

Ein weiteres Problem ist, dass sich die Parkplatzsituation verschärft habe. Anwohner kreisten lange durch das Viertel. Viele Nebenstraßen würden zugeparkt, sodass Rettungsfahrzeuge nicht mehr durchkämen, beklagten Anwohner bei der jüngsten BA-Sitzung. „Wollen sie den Bus voll bekommen, weil die Anwohner damit zu ihren geparkten Autos fahren?“

Die Viertelpolitiker können die Anwohner verstehen. Sie stehen aber einstimmig hinter der Buslinie. Der Vorsitzende Sebastian Kriesel (CSU) sagt: „Wir benötigen auch in unserem Stadtbezirk ein attraktives und engmaschiges Busliniennetz.“ Wie wichtig der Bus sei, zeigten die Fahrgastzahlen. „Die Linie wird bereits wenige Wochen nach ihrer Einführung sehr gut angenommen“, teilt MVG-Sprecher Matthias Korte mit.

 Brigitta Bacak (SPD) weiß, dass die Mieter der Seniorenwohnungen an der Elisabeth-Jost-Straße überglücklich seien, weil sie nun einfach nach Pasing oder ins Einkaufszentrum am Westkreuz kämen. Auch Angelika Mayer, Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Aubing-Ost, sagt: „Viele unserer Mitglieder sind sehr froh, dass wir den Bus haben.“

Der Bus an sich sei nicht Kern des Problems

Anwohner Christian Winkler versicherte, dass man nicht gegen den Bus sei. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, aber die jetzige Lösung ist nicht gut.“ Stursberg schlägt vor, die Halteverbote zeitlich zu begrenzen. Außerdem hofft er, dass an Stellen mit beidseitigem Halteverbot zumindest auf einer Seite wieder Parken erlaubt wird.

Für die MVG ist das keine Option. Die Parkverbote seien nötig. „Der Bus muss ja vernünftig durchkommen, um attraktiv zu sein“, so MVG-Sprecher Korte. Auch das Kreisverwaltungsreferat will daran festhalten: „Sie sind für einen verkehrssicheren Busbetrieb, vor allem für die Fahrgäste erforderlich“, teilt Sprecher Johannes Mayer mit.

Im Juni wird es einen Ortstermin geben, bei dem Stadt, MVG und Bezirksausschuss die Halteverbote nochmal überprüfen. Allerdings seien nur in Einzelfällen Änderungen möglich, so das Kreisverwaltungsreferat. Zudem werde über eine zeitliche Befristung diskutiert. Der Bezirksausschuss kann sich vorstellen, die Parkflächen außerhalb der Betriebszeiten des Busses freizugeben.

Andreas Schwarzbauer

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro
Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro
Feiern mit der Raupe Nimmersatt
Feiern mit der Raupe Nimmersatt
Baustart für 193 Mietwohnungen im Münchner Westen
Baustart für 193 Mietwohnungen im Münchner Westen

Kommentare