Wertvolle Frischluftschneise oder Verschwendung von Nutzfläche?

Baumschule: Attraktiver Park und Wohnraum

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Die Willibaldstraße ist nur einseitig bebaut. Auch auf der anderen Seite könnten nach Meinung des Bezirksausschusses straßenbegleitend Häuser entstehen. Die Baumschule würde verlegt.

Pasing – Verzwickte Situation: Soll eine Randbebauung zugelassen werden, oder würde dies einen Dominoeffekt auslösen? Diese Frage sorgt aktuell für dicke Luft im Bezirksausschuss

Der Pasinger Bezirks­ausschuss (BA) kann sich auf dem Grünzug rund um die Baumschule grundsätzlich eine geringfügige Bebauung vorstellen. Nur die Grünen lehnten das ab. Sie hatten gefordert, die Fläche komplett frei zu halten. „Es ist sinnvoll, weil der Bereich zu wertvoll ist“, sagt Romanus Scholz (Grüne, kl. Foto).

Das sehen zwar alle Mitglieder im Bezirksausschuss so. „Uns allen ist der Erhalt dieser Frisch­luftschneise wichtig“, sagte Constanze Söllner-Schaar (SPD). Aber zumindest eine Bebauung unmittelbar an der Willibaldstraße können sich die anderen Fraktionen vorstellen. „Das Areal komplett freizuhalten, führt zu weit“, sagt Frieder Vogelsgesang (CSU). „In einer Zeit, in der München wächst und wahnsinniger Wohndruck besteht, muss man schon sehen, dass die Straßen rund um die Baumschule nur einseitig bebaut sind“, so Vogelsgesang. Er schlug deshalb eine Machbarkeitsstudie vor. Sie soll untersuchen, inwieweit auf dem Gelände neben einer möglichen Wohnbebauung ein Landschaftspark entstehen kann. „Damit ist nichts beschlossen. Es geht nicht darum, den Bereich zuzubauen“, so Vogelsgesang. Vielmehr solle die Stadt eine geringfügige, straßenbegleitende Bebauung prüfen.

Söllner-Schaar unterstützte den Vorschlag: „Im Moment finde ich suboptimal, dass die Baumschule mit ihrem Zaun eine Barriere ist. Eine Machbarkeitsstudie ist sinnvoll, um eine gute Lösung zu erhalten.“ Bereits im November hatte die SPD im Stadtrat gefordert, auf dem Grünzug zwischen Laim und Pasing einen neuen Park zu schaffen (Hallo berichtete).

Die Grünen blieben allerdings bei ihrer Forderung, jegliche Bebauung auf dem Gebiet zu verbieten. „Wenn du Bauland generierst, dann wird dort geklotzt“, befürchtet Andreas Bergmann. Scholz ergänzte: „Jede Bebauung ist mit einer Frisch­luftschneise unvereinbar.“ Sie lehnten daher auch den Kompromissvorschlag ab, dass die Grünfläche grundsätzlich erhalten werden soll und die Machbarkeitsstudie untersuchen soll, wie das Gelände in ein attraktives Naherholungsgebiet umgewandelt werden kann. Die übrigen Mitglieder im BA stellten sich hinter diese Forderung.

Andreas Schwarzbauer

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