Seilbahn statt Tunnel für Neubaugebiet

Verkehren die Pasinger bald überirdisch?

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Eine Seilbahn, wie die, die am Frankfurter Ring entstehen soll, könnte laut Stadtratsmitglied Christian Müller (SPD) eine Alternative zum Tunnel darstellen. 

Pasing – An der Paul-Gerhardt-Allee sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Doch bei Erschließung und Verkehrskonzept sind noch einige Fragen offen – Könnte eine Seilbahn die Lösung sein?

Das Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee mit seinen 5500 Bewohnern soll von Südwesten vor allem über die Nusselstraße erschlossen werden (Hallo berichtete). Für die Anwohner und den Bezirksausschuss (BA) ist das nicht nachvollziehbar. Sie forderten so lange einen Tunnel unter der Bahntrasse hindurch zur Landsberger Straße, bis die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gab. Das Ergebnis: Ein Tunnel ist technisch möglich, aber zu teuer.

Stadtrat Christian Müller (SPD).

Rund 100 Millionen Euro würde der Bau kosten. Gleichzeitig geht die Stadt davon aus, dass das vorhandene Straßennetz ausreichend ist. „Aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnisses soll die Realisierung nicht weiter vorangetrieben werden“, heißt es in einer Beschlussvorlage.

„Die Nusselstraße soll das alles aushalten? Ich bin da schon skeptisch“, sagte Constanze Söllner-Schaar (SPD). Sie und ihre Kollegen begrüßen aber, dass die Stadt zumindest den Bauplatz freihalten will, sodass bei Bedarf der Tunnel doch noch gebaut werden könnte.

Als Alternative zum Tunnel kann sich Stadtrat Christian Müller (SPD) eine Seilbahn vorstellen. Sie soll von einer Station an der Ecke von Hildach- und Baumbachstraße über die Bahntrasse zum Platz und der U-Bahn-Station „Am Knie“ pendeln. Für gehbehinderte Menschen könnte sie eine Alternative zur geplanten Brücke über die Bahngleise sein, so Müller. Er beantragte im Stadtrat eine Machbarkeitsstudie. Derzeit läuft bereits eine Untersuchung, ob eine Seilbahn über dem Frankfurter Ring sinnvoll ist.

Andreas Schwarzbauer

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