Das soll sich 2019 in den Vierteln verändern

Pasing: Die große Jahresvorschau der Viertel-Chef

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An der Paul-Gerhardt-Allee werden die ersten Gebäude fertig.

Pasing/Obermenzing – Das Stadtviertel wächst weiter: Viertel-Chef Romanus Scholz und seine Stellvertreterin Maria Osterhuber-Völkl gewähren Einblicke in die geplanten Projekte

Der Flachbau, in dem Edeka und Kaufring waren, wird im Frühjahr abgerissen. Dort entstehen neue Wohnungen.

Die Verkehrssituation im Pasinger Zentrum ist für den Chef des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing, Romanus Scholz (Grüne), und seine Stellvertreterin Maria Osterhuber-Völkl (CSU) ein großes Thema für 2019. „Es ist unglaublich, wie manche dort durchrasen. Und es wird schlimmer geparkt als vor der Umgestaltung“, sagt Osterhuber-Völkl. Die Viertelpolitiker hoffen auf eine kommunale Verkehrsüberwachung. Hier könnte 2019 eine Entscheidung fallen, denn die Stadt untersucht, ob nördlich und südlich des Bahnhofs Parklizenzgebiete ausgewiesen werden könnten.

  • Pasinger Marienplatz:
    Am Pasinger Marienplatz laufen die Rohbauarbeiten für das neue Hotel- und Geschäftszentrum. Derzeit werden die vier Untergeschosse errichtet. Im ersten Quartal 2020 soll es fertig sein. Dann werden dort Edeka, Lidl, die italienische Restaurantkette L’Osteria und ein Hotel mit 100 Betten eröffnen.

  • Hotel „Zur Post“:
    Gegenüber entstehen statt des Hotels „Zur Post“ 90 Wohnungen. Voraussichtlich wird außerdem das Alten- und Servicezentrum einziehen. „Es ist fast in trockenen Tüchern“, sagt Osterhuber-Völkl. Der Mietvertrag werde heuer abgeschlossen. Während der Gebäudeteil an der Bodenseestraße umgebaut wird, muss der hintere Abschnitt weichen und wird neu gebaut. Reinhard Riedl von Investor Dibag rechnet noch im Januar mit der Baugenehmigung. Im Juli 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein.

  • Pasing Central:
    Am Pasinger Bahnhof nimmt das Projekt „Pasing Central“ Fahrt auf. An der Bäckerstraße 1 und 3 werden Ende des Jahres die Fassaden saniert. Die Wohnungen erhalten neue Fenster und Heizungen. Außerdem wird im Frühjahr der Flachbau abgerissen. Mitte des Jahres beginnen dann die Rohbauarbeiten für die neuen Wohnhäuser.
  • Hochhaus am Knie:
    Die Pläne für ein 68-Meter-Hochhaus an der Ecke von Landsberger Straße und Nordumfahrung stehen schon länger. Im Herbst 2020 will die Firma Idema Immobilien den Bauantrag einreichen. Der Bau des Turms mit Büroräumen, Wohnungen und Einzelhandelsflächen beginnt im Frühjahr 2020 und soll Ende 2022 abgeschlossen sein.

  • Kuvertfabrik:
    Nebenan wird ab dem Frühjahr das Gelände der Kuvertfabrik Pasing (Kupa) bebaut. Es entstehen 160 Wohnungen und Gewerbeflächen.

  • Viktualienmarkt:
    „Es läuft sehr schneckenhaft“, sagt Scholz. Das Problem sei, dass die Marktstände während des Baus auf den Rathausplatz umziehen sollen. „Die Ersatz-Container werden aber derzeit am Elisabethplatz in Schwabing gebraucht“, so Scholz. Bevor dort der neue Markt nicht fertig ist, hängt der Pasinger Viktualienmarkt in der Warteschleife. Der Neubau in Schwabing startet 2020.

  • Polizeiinspektion :
    Die Pasinger Polizeiinspektion zieht aus der Institutstraße im Pasinger Zentrum ans Westkreuz. Voraussichtlich ab Mitte Februar werden die rund 100 Beamten an der Heimburgstraße residieren. In der alten Wache sind Leitungen, Rohre und Elektroinstallationen völlig veraltet. Zudem liegt das neue Gebäude in der Mitte des Einsatzgebiets, das den 21. und 22. Stadtbezirk – und damit auch das neue Stadtviertel Freiham – umfasst. Auf 1620 Quadratmetern über vier Etagen gibt es Besprechungs- und Vernehmungszimmer, eine Kaffeeküche, einen großen Konferenzraum, Umkleideräume und vier ausbruchssichere Zellen.   

  • Pasinger Schulen: 
Das Karlsgymnasium wartet schon länger auf seinen Neubau mit zwölf Klassenzimmern. Vorerst werden sich die Betroffenen wohl noch gedulden müssen.

Bis die Grundschule an der Paul-Gerhardt-Allee 2021 kommt, „platzen die anderen Schulen aus allen Nähten“, so Osterhuber-Völkl. Die Oselschule habe bereits einen Pavillon bekommen, die Schule an der Bäckerstraße benötige noch neue Räume, sagt Scholz. Und das Karlsgymnasium wartet schon länger auf seinen Neubau mit zwölf Klassenzimmern. Warum hier nicht passiert, ist den Viertelpolitikern ein Rätsel: „Eigentlich sind die Pläne schon lange beschlossen“, meint Scholz. Dennoch wird die Erweiterung erst 2021 kommen, wie Ulrich Lobinger vom Referat für Bildung und Sport mitteilt. „Momentan wird unter Hochdruck daran gearbeitet, alle baurechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen und die Maßnahme entsprechend der Zielsetzung planungstechnisch vorzubereiten.“

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