Elternbeirat fordert neue Turnhalle am Schererplatz

Mehr Platz für Pasings Kinder

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Schon jetzt ist es eng in der Turnhalle am Schererplatz. Schule und Vereine müssen sich die Zeiten teilen, die Schülerzahlen steigen wegen der vielen Neubaugebiete steil an.

Pasing – Schon jetzt ist es viel zu eng in der Turnhalle am Schererplatz: Deshalb fordert Elternbeiratsvorsitzender Christoph Rettner einen größeren Neubau – mit Schwimmbad

Die Turnhalle am Schererplatz platzt aus allen Nähten und ist stark in die Jahre gekommen. Deshalb fordert der Elternbeirat der benachbarten Grundschule einen größeren Neubau von der Stadt.

Die Schülerzahlen seien seit 2012 um rund 18 Prozent gestiegen, sagt der Vorsitzende des Elternbeirats, Christoph Rettner. In den kommenden Jahren werde sich der Zuwachs aufgrund der zahlreichen Neubaugebiete in der Umgebung weiter fortsetzen.

Die Gebäudeteile der Turnhalle am Schererplatz sind versetzt gebaut worden.

Darüber hinaus weitet die Schule demnächst die Ganztagsbetreuung bis 18 Uhr aus. Wichtiger Bestandteil davon ist auch ein Sportangebot. „Das ist in meinen Augen sehr wichtig, um Abwechslung zu haben. Denn gerade in der Ganztagsbetreuung sitzen die Kinder viel.“ Dadurch würde die Schule allerdings in Konkurrenz zu den zahlreichen Vereinen geraten, die die Halle am späten Nachmittag und am Abend nutzen. „Die Vereine bekommen sowieso immer weniger Zeiten, in denen sie in die Hallen können“, sagt Rettner.

Die derzeitigen zwei Hallen seien somit nicht mehr ausreichend. Der Elternbeirat fordert deshalb einen Neubau mit drei Hallen. Daniela Hebebrand, stellvertretende Elternsprecherin sagt: „Ein deutlich vergrößerter Hallenkomplex ist die einzige Chance, am Schulstandort den Sportunterricht und eine qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder zu ermöglichen.“ Platz genug wäre nach Ansicht von Rettner auf dem Grundstück. Der aktuelle Bau besteht aus zwei Teilen, die versetzt zueinander und platzraubend gebaut wurden. Außerdem könnte man einen benachbarten Parkplatz überbauen oder in die Tiefe gehen, schlägt er vor. „Wir brauchen innovative Ideen.“

Christoph Rettner, Vorsitzender des Elternbeirats, glaubt, dass genügend Platz für einen größeren Neubau vorhanden wäre.

Auf diese Weise wäre in dem Neubau eventuell auch Platz für ein Schulschwimmbad, hoffen die Elternvertreter. Derzeit müssen die Kinder zum Schwimmen mit dem Bus zur Peslmüllerschule oder zum Westbad gefahren werden. „Das kostet viel Zeit, die vom Unterricht abgeht“, so Rettner. Durch ein Bad am Schererplatz würde sich auch die Situation für die Grundschule an der Bäckerstraße, das Elsa-Brändström-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule verbessern.

Die Schulleitung begrüßt diesen Vorstoß der Eltern: Ein Neubau mit zusätzlichen Räumen sei zweckmäßig und sinnvoll, so Konrektor Markus Schättler. Auch der Pasinger Bezirksausschuss unterstützt die Idee und hofft, dass eine neue Halle ins dritte Schulbauprogramm aufgenommen wird, das der Stadtrat im Herbst beschließt.

Das Referat für Bildung und Sport zeigt sich offen dafür: Da an der Schererschule ab September die Ganztagsbetreuung ausgeweitet wird, „stehen grundlegende Überlegungen an, ob und wie dieser Standort baulich weiterentwickelt werden könnte“. Zudem sei ein weiteres Schulschwimmbad in Pasing geplant. Der Standort sei noch offen.

Andreas Schwarzbauer

Stadt investiert kräftig in Schulen

Im September beschließt der Stadtrat sein drittes Schulbauprogramm. Darin könnten eine Realschule an der Bauseweinallee und eine Grundschule am Dreilingsweg enthalten sein. Bisher investierte die Stadt fast vier Milliarden Euro für ihre beiden Schulbauprogramme.

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