Uneinigkeit über geplante Größe der Pasinger Lizenzgebiete

Die Grenzen des Anwohnerparkens

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Um gegen Falschparker vorzugehen, wünscht sich der Pasinger BA ein Parklizenzgebiet.

Pasing – Staufrust, Falschparker, verengte Fahrbahnen: Um dem enormen Parkdruck im Viertel entgegenzuwirken, sollen Parklizenzgebiete eingeführt werden – doch nicht ohne Austausch mit den Bürgern

Vor der Einführung eines Parklizenzgebiets in Pasing soll es zwei Einwohnerversammlungen geben. Da waren sich die Viertelpolitiker im Unterausschuss Planung einig. Wie groß das Gebiet sein soll, darüber gingen die Meinungen allerdings auseinander.

Sven Wackermann (CSU).

Nach langem Drängen des Bezirksausschusses wird die Stadtverwaltung prüfen, ob Pasing zwei Parklizenzgebiete bekommt. Das Planungsreferat will untersuchen, ob nördlich des Bahnhofs die Fläche zwischen Pippinger Straße, Offenbachstraße und Marsopstraße sowie südlich das Areal zwischen Lortzing-/Maria-Eich-Straße, Offenbach/Georg-Habel-Straße und Gräfstraße dafür geeignet sind.

Der CSU, den Grünen und der FDP ist der Umgriff der beiden Gebiete zu groß. „Das bringt für die Anwohner mehr Nachteile als Vorteile“, meint Frieder Vogelsgesang (CSU). Denn in Parklizenzgebieten erhalten Anwohner, die einen privaten Stellplatz haben, keinen Anwohnerparkausweis. Für sie gelten auf öffentlichen Parkplätzen am Straßenrand dieselben Regeln wie für ortsfremde Autofahrer. Je nachdem wie das Parkgebiet ausgestaltet ist, müssen sie also einen Parkschein lösen oder dürfen ihren Wagen nur für kurze Zeit abstellen.

Der Parkdruck sei vor allem in unmittelbarer Bahnhofsnähe groß, meint Sven Wackermann (CSU). In Straßen, die weiter entfernt sind, sei die Lage dagegen nicht so dramatisch. Florian Buchner (Grüne) stimmt ihm zu: „Die S-Bahn-Parker gehen nicht weiter als 300 Meter.“

Constanze Söllner-Schaar (SPD) sieht das anders: „Wenn wir das Gebiet klein halten, verlagert sich der Parksuchverkehr einfach in die angrenzenden Bereiche.“ Deshalb will die SPD den Umgriff im Süden sogar vergrößern. Die östliche Grenze soll nicht an der Georg-Habel-Straße, sondern „Am Knie“ liegen.

Die Mitglieder des Unterausschusses einigen sich darauf, sich vor einer Entscheidung über die Größe des Lizenzgebiets bei zwei Einwohnerversammlungen mit den betroffenen Bürgern auszutauschen. Dort sollen Anwohner sowie Gaststätten- und Ladenbetreiber auch über die Auswirkungen und die unterschiedlichen Möglichkeiten informiert werden. Eingeladen werden alle Anwohner im Umgriff der SPD.

Andreas Schwarzbauer

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