Zu laut und zu teuer

Flugtaxis: Deshalb dürfen sie nicht am Pasinger Bahnhof landen

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Nach der Abstimmung des Bezirksausschusses steht ein Landeplatz für Flugtaxis aktuell nicht mehr zur Debatte.

Pasing – Den Stau in der Luft umfliegen? Die Illusion, einen Start- und Landeplatz für Flugtaxis am Pasinger Bahnhof einzurichten, hat sich vorerst in Luft aufgelöst ...

Die Mehrheit des Pasinger Bezirksausschusses will keine Flugtaxis am Pasinger Bahnhof. Stephan Pilsinger (CSU) wollte überprüfen lassen, ob die Bahn dort einen Start- und Landeplatz schaffen könnte.

Flugtaxis - Lang dauert es nicht mehr bis sie kommen

„Ich habe mich näher mit dem Thema befasst und festgestellt, dass es realer ist, als man denkt. Ich glaube, das Flugtaxi ist ein Verkehrsmittel, das in den nächsten 15 bis 20 Jahren kommen wird“, so Pilsinger. In Dubai gebe es bereits erste Testflüge mit Drohnen. Pasing als viertgrößter Bahnhof Bayerns dürfe den Anschluss an die Zukunft nicht verpassen.

Derzeit sei die Gelegenheit gut, weil im Umfeld des Bahnhofs wegen der U-Bahn-Verlängerung sowieso größere Baumaßnahmen anstehen. Im Zuge dessen könnte man beispielsweise einen Teil der Josef-Felder-Straße überdachen, um dort Flugtaxis starten zu lassen, schlägt CSU-Sprecher Frieder Vogelsgesang vor.

Stephan Pilsinger (CSU) wollte überprüfen lassen, ob die Bahn am Pasinger Bahnhof einen Start- und Landeplatz für Flugstaxis schaffen könnte.

Pilsinger ist sich sicher, dass die Flugtaxis das Verkehrsproblem in München entschärfen könnten. Sein CSU-Kollege Sven Wackermann stimmt ihm zu: „Wir müssen den Verkehr von der Straße wegbringen.“

Flugtaxis - Es fehlt derzeit noch am Platzangebot

Die übrigen Mitglieder des Bezirksausschusses sahen dies allerdings anders. SPD-Sprecherin Constanze Söllner-Schaar hielt den Bahnhof für zu beengt. „Wir können uns nicht vorstellen, wo Platz für Flugtaxis sein soll.“

Florian Bucher (Grüne) befürchtete, dass sich nur „Superreiche“ einen Flug leisten könnten. Karl-Heinz Wittmann warnte davor, dass sie viel zu laut seien. „Das wäre ein Alptraum.“

Diesen Einwand wollte die CSU nicht gelten lassen. „Wir sind nicht in der Lage abzuschätzen, wie sich das Flugtaxi weiterentwickelt. Es geht einfach darum, alle Option offenzuhalten“, meinte Vogelsgesang. Bucher ist sich allerdings sicher: „Flugtaxis starten senkrecht. Das kann technisch nicht leise sein. Da brauchen wir nicht auf die Zukunft zu warten.“ So sah es die Mehrheit der Stadtviertelpolitiker und lehnte den Antrag mit 15 zu zwölf Stimmen ab.

Andreas Schwarzbauer

Das sagen die Flugtaxi-Entwickler

Das Startup Lilium aus Oberpfaffenhofen entwickelt Flugtaxis mit Elektromotor. Sprecher Oliver Walker-Jones rechnet damit, dass 2025 die ersten Flugtaxis unterwegs sein können. Lilium setze auf innovative Technologien, um den Lärm zu reduzieren. Preislich könne man mit herkömmlichen Transportmitteln wie gewöhnlichen Taxis mithalten, aber: „Wir werden viermal schneller und emissionsfrei sein.“

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