Nachrichten aus der Pasinger Bürgerversammlung

Diese Themen bewegen die Bürger im Münchner Westen

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Eine Alternative zum völlig überlaufenen Lußsee wünschen sich die Pasinger.

Pasing – Bei der Bürgerversammlung hatten Anwohner die Möglichkeit ihre Anträge und Ideen für das Viertel einzubringen – Hallo fasst die zentralsten Diskussionspunkte noch einmal zusammen

Ein neuer See für den Westen

Die Pasinger wünschen sich einen Badesee auf der Grünfläche zwischen Silberdistel- und Blumenauer Straße (Hallo berichtete). Auf der Bürgerversammlung stimmten sie mit großer Mehrheit für diesen Vorschlag. „Durch die massive Nachverdichtung des Münchner Westens ist eine weitere Bademöglichkeit zur Erhöhung des Freizeitwertes vor Ort erforderlich“, forderte der Antragsteller. Das würde die völlig überlaufene Langwieder Seenplatte entlasten. Zudem sei das Gebiet sei gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Die SPD-Stadtratsfraktion hatte sich bereits im November gewünscht, die Fläche zu einem attraktiven Park aufzuwerten. Im Zuge dessen könnte man auch über Naturbadeseen nachdenken, meinte das Pasinger Stadtratsmitglied Constanze Söllner-Schaar damals. Auch die CSU unterstützt dieses Projekt.

Der Antragssteller bei der Bürgerversammlung forderte zudem, die rund 700 Bäume, die wegen der U5-Verlängerung entlang der Gotthardstraße weichen müssen, in das neue Naherholungsgebiet umzupflanzen. „Ich erinnere an ein gleiches Prozedere bei der erfolgreichen Umpflanzung von 105 Großbäumen von der Landshuter Allee ins Olympiagelände in den 70er-Jahren. Alle Bäume konnten bei dieser Umpflanzaktion erhalten werden.“

Andreas Schwarzbauer

Mehr Personal für die Baubehörde

Mehr Personal für die Bauaufsicht der Lokalbaukommission (LBK) beantragte die Pasinger Bürgerversammlung. Die Hoffnung: Dann könnten die gesetzlichen Regeln besser durchgesetzt werden und die Bauwut der Investoren eingedämmt werden. Franz Josef Maier von der LBK begrüßte den Antrag, da gerade im Außendienst Personal fehle. 

Aber: „Ich glaube nicht, dass dann die Genehmigungen anders werden.“ Denn die LBK lasse schon jetzt nur Bauprojekte zu, die sich innerhalb des rechtlichen Rahmens bewegen. „Die Bauträger treten sehr massiv auf. Wenn es einem Investor nicht gefällt, dass wir zu streng sind, hat der immer einen Anwalt dabei und sagt uns, was wir genehmigen müssen. Und wenn wir uns nicht daran halten, dann landet der Fall bei Gericht.“

Andreas Schwarzbauer

Verbesserungen für Radler

Die Einmündung der Georg-Habel-Straße in die Landsberger Straße ist eine bekannte Gefahrenstelle für Radfahrer.

Für Radler sei die Situation an vielen Stellen in München unbefriedigend, kritisiert Johannes Paula bei der Pasinger Bürgerversammlung. Ein gefährlicher Punkt sei beispielsweise an der Einmündung der Georg-Habel-Straße in die Landsberger Straße.

In Richtung Süden werden Radler nach der Ebenböckstraße auf „einen unattraktiven Gehweg“ geleitet. „In der Realität weichen Radfahrer – darunter sehr viele Schüler – auf die Straße aus. Oft lenken sie aber erst kurz vor knapp auf die Fahrbahn. Das kommt für viele Autofahrer überraschend und stellt für alle Verkehrsteilnehmer eine Gefährdung dar“, so Paula. Deshalb fordert er, den Radweg bis zur Bodenstedtstraße zu verlängern.

Auf der anderen Straßenseite fehlt an der Ampel zur Landsberger Straße eine Aufstellfläche für Radler. Sie müssten auf den Gehweg ausweichen oder dicht neben den Autos stehen. Paula schlägt vor, die Linksabbiegerspur, die nicht mehr stark genutzt wird, zugunsten eines Radweges aufzulösen.

Andreas Schwarzbauer

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