Seelsorge-Bus

Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz macht mobil

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Der Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz will mit einem Kleinbus zu den Menschen kommen.

Neuaubing/Freiham – Der Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz will einen Seelsorge-Bus für Freiham. Vorbild ist ein umgebauter Hirtenwagen, der in Schwaben als Seelsorge-Mobil dient.

Ein Seelsorge-Bus wird bald in Aubing und Freiham unterwegs sein. „Wir wollen mit den Leuten in Kontakt kommen und zuhören“, sagt Johannes van Kruijsbergen, Pastoralreferent des Pfarrverbandes Neuaubing-Westkreuz. Durch das mobile Angebot will der Pfarrverband Leute ansprechen, die nicht in die Kirche gehen. „Der Besuch eines Gottesdienstes passt oft nicht mehr in die Lebensentwürfe. Aber die Menschen haben dennoch Ängste und die Sehnsucht nach einem Sinn“, sagt van Kruijsbergen.

Johannes van Kruijsbergen, Pastoralreferent des Pfarrverbandes Neuaubing-Westkreuz

Anlass für die Idee war allerdings das neue Stadtviertel Freiham. Dort besitzt die Kirche ein Baugrundstück, auf dem ein Begegnungszentrum entstehen soll. Dabei will die Pfarrei mit Partnern wie der Caritas oder dem Schulcampus zusammenarbeiten. Es gebe zwar schon Ideen, wie ein Café oder ein Saal mit Theaterbühne, aber noch kein detailliertes Konzept. „Es dauert noch relativ lange, bis das Gebäude fertig ist“, sagt van Kruijsbergen. Deshalb habe man sich den Seelsorge-Bus als Zwischenlösung überlegt. „So wollen wir zeigen, dass wir für die Menschen da sind.“

Das Pfarrei-Team will dafür einen alten Camping-Bus umbauen. Im Inneren soll es einen großen Tisch und eine Kaffeemaschine geben. Um draußen zu sitzen, kann sich van Kruijsbergen ein Vordach vorstellen. Außerdem soll ein großes Fenster die Offenheit zeigen.

„Wir wollen nicht nur in Freiham, sondern auch in Aubing stehen, damit die Leute dort merken, dass sie auch wichtig sind.“ Denn viele hätten wegen des neuen Stadtviertels Angst, dass sie künftig untergehen. Van Kruijsbergen hofft, dass das Seelsorge-Mobil Anfang nächsten Jahres startklar ist.

Doch vorher wartet noch einiges an Arbeit auf die Pfarrei. Am Mittwoch, 8. Mai, findet ein erstes Info- und Planungstreffen im Pfarrheim St. Konrad, Freienfelsstraße 5, statt. Dazu sind Menschen eingeladen, die sich mit dem Umbau eines Autos auskennen. „Ich habe Theologie studiert und kenne mich mit Autos nicht aus“, sagt van Kruijsbergen. Die Pfarrei sucht aber auch Aubinger, die sie bei der Seelsorge im Bus unterstützen. Sie sollen vorher eine Ausbildung in Gesprächsführung erhalten.

Andreas Schwarzbauer

Am Mittwoch, 8. Mai, findet ab 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Konrad, Freienfelsstraße 5, ein Planungstreffen statt. Pastoralreferent van Kruijsbergen ist bei Fragen unter Telefon 01 76/34 55 13 49 oder per E-Mail an jkruijsbergen@ebmuc.de erreichbar.

Schäferwagen als mobile Seelsorge

Um die Nähe zu den Menschen nicht zu verlieren, ist in Schwaben ein Seelsorge-Mobil unterwegs.

Im Dekanat Mindelheim gibt es eine mobile Seelsorge. Gemeindereferentin Jutta Maier ist seit Oktober 2017 mit einem umgebauten Schäferwagen unterwegs. Das Angebot werde gut angenommen. „Selten bleibe ich länger als eine halbe Stunde allein.“ Manche Menschen kämen einfach zum Smalltalk auf einen Kaffee vorbei, andere wollten ihre Sorgen und Ängste loswerden, berichtet Maier. „Menschen können bei dieser Kirche andocken.“ 

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