Aubinger Bezirksausschuss fordert Parklizenzgebiete am Stadtrand

Parken in Aubing – Nur für Anwohner?

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Viele Pendler aus den umliegenden Gemeinden fahren mit dem Auto zum Aubinger Bahnhof, um dort die S-Bahn Richtung Innenstadt zu nehmen.

München-West – Der Parkdruck nimmt auch an den Stadträndern immer stärker zu: Insbesondere rund um die S-Bahnstationen herrschen in vielen Straßen tagsüber chaotische Zustände

Johann Sauerer (CSU), Mitglied des Bezirksausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied.

Der Kampf um Parkplätze hat inzwischen auch den Stadtrand erreicht. Besonders rund um die S-Bahnhöfe klagen viele Anwohner über zahlreiche Pendler, die ihre Fahrzeuge in Nebenstraßen abstellen. Dass das Thema in den nächsten Jahren an Brisanz gewinnen wird, darüber sind sich die Stadtviertelpolitiker aus dem Bezirksausschuss (BA) Aubing-Lochhausen-Langwied einig.

Insbesondere rund um die S-Bahnstationen herrschen in vielen Straßen tagsüber chaotische Zustände. Deshalb fordert der Aubinger Bezirksausschuss rund um die Bahnhöfe im 22. Stadtbezirk Parklizenzgebiete.

„Wir haben 80 Prozent Pendlerverkehr, der auch bei uns parkt“, sagt Johann Sauerer (CSU, kl. Foto). Und aufgrund des Bevölkerungswachstums seien künftig noch wesentlich mehr Autos unterwegs. Zwar gebe es ausreichend Park&Ride-Parkplätze. Allerdings würden die Leute ihre Autos lieber kostenlos in den Nebenstraßen abstellen, sodass die Zustände dort oftmals chaotisch seien. „Deshalb brauchen wir auch in den Stadtrandgebieten ein Parkraum-Management“, sagt Sauerer.

In vielen Vierteln in der Innenstadt gibt es das bereits. An bestimmten Stellen dürfen nur noch Anwohner parken oder ortsfremde Autos nur mit Parkscheibe für eine begrenzte Zeit oder mit kostenpflichtigem Parkschein stehen. Die Aubinger Stadtviertelpolitiker fordern, dies nun auch für die Gebiete rund um die S-Bahn-Stationen des Stadtbezirks zu prüfen.

Der Stadtrat habe bereits 2017 beschlossen, dass Parklizenzgebiete auch außerhalb des Mittleren Rings eingeführt werden können, teilte der Sprecher des Planungsreferats Ingo Trömer mit. Allerdings gibt es dafür rechtliche Vorgaben: Es müsse kaum private Stellflächen und einen hohen Parkdruck geben, sodass Bürger nicht in „fußläufig zumutbarer Entfernung“ ihrer Wohnung parken können. Es müsse untersucht werden, ob das in Aubing so ist.

In Pasing ist man weiter: Um das Zentrum vom Parkdruck zu entlasten, fordert der örtliche Bezirksausschuss schon länger ein Parklizenzgebiet rund um den Bahnhof. Das Planungsreferat will dafür folgende Bereiche untersuchen: nördlich der Bahntrasse zwischen Pippinger Straße, Offenbachstraße und Marsopstraße, im Süden zwischen Lortzing-/Maria-Eich-Straße, Offenbach/Georg-Habel-Straße und Gräfstraße. Der Unterausschuss Planung des BA diskutiert am Mittwoch, 30. Januar, ab 19 Uhr im Pasinger Rathauses darüber.

Andreas Schwarzbauer

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