Rettung für die Frösche

Bund Naturschutz will Laubfrösche retten

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Der Laubfrosch ist mittlerweile in Deutschland sehr selten geworden.

Pasing/Laim/Hadern – Der Laubfrosch ist in München extrem selten geworden: Auch die Population in Pasing ist stark bedroht – Deshalb legt der Bund Naturschutz jetzt Teiche an

Auf dieser Lichtung wollen Ernst Habersbrunner und seine Kollegen vom Bund Naturschutz zwei flache Teiche für den Laubfrosch anlegen.

Der Laubfrosch ist in München extrem selten geworden. Doch in Pasing auf der Grünanlage an der Silberdistelstraße gab es bisher noch eine größere Population. „Aber sie ist stark bedroht“, sagt Ernst Habersbrunner von der Ortsgruppe München-West des Bund Naturschutz. Denn die Tiere benötigen flache Gewässer, in denen sie ihre Eier ablegen können. An der Silberdistelstraße fanden sie lange Zeit ideale Bedingungen, aber zuletzt verschwanden die meisten kleinen Teiche. „Eine Erdbaufirma hat eine Fläche zugeschüttet. Anderswo sind die Bäume inzwischen so groß, dass sie das Wasser wegsaugen“, so Habersbrunner. Deshalb wird der Bund Naturschutz in der Grünanlage mehrere Gewässer anlegen.

An zwei Stellen sollen insgesamt drei flache, zehn bis 15 Quadratmeter große Teiche für die Frösche entstehen. Das Ufer bepflanzen die Naturschützer mit Sträuchern. Auch sie sind für die Amphibien. Denn: „Laubfrösche leben in Büschen und Bäumen. Sie gehen nur zum Laichen ins Wasser“, erklärt Habersbrunner. Die Gewässer werden umzäunt, damit Hunde und Radler die Tiere nicht stören. Habersbrunner hofft, dass Spaziergänger und Radler die Gewässer in Ruhe lassen. Er hat etwas Sorge: „Zwei Teiche sind in der Nähe eines Dirtbike-Parcours. Hoffentlich respektieren die Radler die Zäune.“

Andreas Schwarzbauer

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