Pläne liegen vor

Gute Chancen für ein neues ASZ in Pasing

Auf dem Gelände des Gasthofs „Zur Post“ könnte ein neues ASZ entstehen.
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Auf dem Gelände des Gasthofs „Zur Post“ könnte ein neues ASZ entstehen.

Pasing - Der Eigentümer des ehemaligen Gasthofs „Zur Post“ legte endlich die Pläne vor - ein Bürgersaal ist aber eher nicht vorgesehen

Die Dibag Industriebau hat für das Grundstück, auf dem der Hotelgasthof „Zur Post“ an der Bodenseestraße steht, einen Bauantrag eingereicht. Darin sind im Erdgeschoss Büroräume und kein Veranstaltungsraum mehr vorgesehen. Allerdings gibt es für die Pasinger trotzdem noch Hoffnung, dass dort ein Alten- und Servicezentrum (ASZ) entstehen könnte.

Der Bauantrag ließ den Bezirksausschuss schlimmes befürchten. Zumal das Planungsreferat mitteilte, dass der Investor Gespräche über den Erhalt des Saals abgelehnt habe. Constanze Söllner-Schaar (SPD) meinte: „Ich denke, der Kampf ist verloren.“

Doch Reinhard Riedl, Vorstandsmitglied von Dibag, teilte auf Hallo-Anfrage mit, dass das Unternehmen derzeit intensive Gespräche mit dem Sozialreferat führe: „Wir haben bereits eine Konzeptplanung für ein ASZ erstellt, die derzeit vom Sozialreferat überarbeitet wird“, so Riedl. Der Bauantrag könne mit einer sogenannten Tektur einfach entsprechend geändert werden.

Das Sozialreferat bestätigt, dass ihm entsprechende Pläne vorliegen: „Insgesamt erfüllt das Angebot des Eigentümers ausreichend den Flächenbedarf für ein ASZ. Zum Raumangebot gehören neben einem Begegnungsraum vier weitere für Gruppen nutzbare Räume und ein Gymnastikraum“, Sprecherin Edith Petry. Das Kommunalreferat werde nun mit dem Eigentümer über die Anmietung verhandeln.

Der Gasthof war der letzte große Veranstaltungsraum des Viertels

Der Bezirksausschuss hatte vorgeschlagen auch einen Bürgersaal in das neue ASZ zu integrieren (Hallo berichtete) und damit neben der Platznot des derzeitigen ASZ an der Bäckerstraße ein weiteres Problem zu lösen: Mit dem Abriss des Gasthofes „Zur Post“ fällt der einzige große Veranstaltungsraum des Stadtviertels weg.

Investor Riedl zeigte sich auch gegenüber diesem Vorschlag aufgeschlossen. Petry vom Sozialreferat teilte allerdings mit: „Der Betrieb eines Bürgersaals gehört nicht zum generellen Leistungsspektrum eines ASZ.“ Sozial- und Kommunalreferat prüften eine Möglichkeit der Realisierung.

Zu viel Zeit sollten sie sich dabei allerdings nicht lassen. Riedl sagt: „Selbstverständlich wäre es hilfreich, wenn die Entscheidung durch die Stadt schnellstmöglich erfolgen würde.“ Spätestens bis Ende Juli sollte die Stadt einen Entschluss gefasst haben.

Seniorenvertreterin Christel Dill, die ehrenamtlich im ASZ arbeitet, würde sich freuen, wenn das ASZ an die Bodenseestraße ziehen könnte: „Das wäre großartig. Dann wäre das ASZ mittendrin. Busse und Straßenbahn fahren dort direkt vorbei.“ Sie mahnt allerdings, dass bereits vorher etwas passieren müsste: „Weil ein Neubau dauert, muss man trotzdem den Keller im derzeitigen AZS aktivieren, denn im Moment ist es ungeheuer eng.“ Die Stadt untersucht dies derzeit. A. Schwarzbauer

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