Westbad

Die Folgen des Spanner-Skandals im Westbad

Beliebt gerade bei Familien: das Münchner Westbad. Hier geschah der Übergriff, den nun das LKA untersucht.
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Beliebt gerade bei Familien: das Münchner Westbad. Hier geschah der Übergriff, den nun das LKA untersucht.

Pasing: Wie die Stadtwerke München auf den brisanten Vorfall reagieren und ihre Gäste schützen, erfahrt ihr hier.

Der Schock war groß: Ein 42-jähriger Polizist ist im Westbad dabei erwischt worden, wie er heimlich in der Umkleide Frauen und Kinder filmte. Ausgerechnet ein Polizist – und ausgerechnet Pasing! Das Schwimmbad ist die Attraktion für Familien im Münchner Westen. Sogar Kindergeburtstage werden dort gefeiert.

Doch wie können solche Fälle verhindert werden? In Hessen werden beispielsweise Schwimmbad-Besucher aufgefordert, die Kameralinse ihres Handys beim Betreten des Bades zu überkleben. Hallo hat bei den Stadtwerken München nachgefragt, wie künftig Gäste geschützt werden sollen.

SWM-Sprecher Michael Solic: „Das Fotografieren und Filmen in den M-Bädern ist sowieso seit jeher grundsätzlich verboten. Der Pasinger Fall ist der erste, der uns bekannt geworden ist.“ Die Bäder-Mitarbeiter sind aber sensibilisiert: „Sie haben stets ein Auge darauf, werden speziell geschult, wie sie mit solchen Situationen umgehen.“ Auch präventiv will man Spannern keine Chance geben: „Unsere Mitarbeiter empfehlen Eltern, ihre Kinder nicht nackt herumlaufen zu lassen.“

Der Polizist wurde sofort suspendiert, das LKA nahm nach dem Vorfall direkt interne Ermittlungen auf. Michael Solic: „Die SWM haben dem Täter gegenüber ein lebenslanges Hausverbot in allen Bädern ausgesprochen. Ganz besonders, wenn es Kinder trifft, greifen wir hart durch.“ Getrennte Kabinen lehnen die SWM aber trotzdem ab: „Eine Geschlechter-Trennung etwa bei den Umkleiden in den öffentlichen städtischen Bädern ist nicht vorgesehen.“

Trotzdem bietet München einen Extra-Service für Frauen an: Im Müller’schen Volksbad in der Stadtmitte ist Dienstag von 15 bis 20 Uhr Frauenbadetag, dort ist die„Damenhalle“ nur für sie reserviert. Auch das eingesetzte Personal ist weiblich. mjh

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