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Eissportzentrum West: 120-Kilometer-Fahrt zum Heimspiel

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Die Jugendmannschaften des ESC München konnten nicht pünktlich in die Saison starten, weil es technische Probleme im Eissportzentrum West gab.
Die Jugendmannschaften des ESC München konnten nicht pünktlich in die Saison starten, weil es technische Probleme im Eissportzentrum West gab. © Stadt München

Pasing: Ein technischer Defekt im Eissportzentrum West in Pasing verhinderte, dass der ESC München pünktlich in die Eishockey-Saison starten konnte.

Rund 120 Kilometer Anfahrt zum Heimspiel musste die Knabenmannschaft des ESC München auf sich nehmen. Denn die Partie konnte nicht in ihrer eigentlichen Heimstätte, dem Eissportzentrum West in Pasing, stattfinden, sondern in Inzell. 

Saisonstart im Eissportzentrum West verzögerte sich

Ein technischer Defekt legte den Saisonstart im Pasinger Stadion auf Eis – nicht nur für den öffentlichen Schlittschuhbetrieb, sondern auch für den ESC. Nun wünscht sich der Verein einen überdachten Neubau des maroden Stadions, die Untersuchungen des Baureferats laufen derzeit.

„Für uns ist ein Horrorszenario eingetreten“, sagt der ESC-Vorsitzende Franz Litzinger. Drei Eishockey-Heimspiele der Jugendmannschaften konnten dort nicht stattfinden. Jugendleiter Gerhard Mittag sagt: „Es ist total unerträglich. Ab 21. Oktober hätten wir Eis haben sollen, doch erst Mitte November konnte das erste Spiel stattfinden.“ Die vorherigen Heimspiele musste der ESC bei seinen Gegnern – wie beispielsweise Inzell – austragen. „Der Terminplan lässt nicht viel Spielraum, um Partien zu verlegen“, erklärt Mittag. Und in der Millionenstadt München stand sonst keine Eisfläche zur Verfügung. 

Zahlreiche Nachteile für Eissportclub (ESC) München

Für den Verein habe dies Mehrkosten für die Anmietung der Eisflächen zur Folge, sagt Litzinger. „Natürlich kommt der Aufwand für die Eltern hinzu, die ihre Kinder zu den Spielen fahren mussten“, ergänzt er. Die späte Öffnung bedeute einen Wettbewerbsnachteil für den ESC, befürchtet Litzinger. Denn Training in Pasing war ebenfalls nicht möglich. Normalerweise übt der Verein dreimal wöchentlich. Nachwuchsleiter Mittag sagt: „Viele Trainingszeiten sind einfach ausgefallen,“ Immerhin konnte der Verein einige Male ins Olympiaeisstadion ausweichen. „Dort mussten wir aber improvisieren und die Eisfläche halbieren, damit beide Jugendmannschaften trainieren konnten.“

Weil das Eissportzentrum nicht überdacht ist, kann der ESC sowieso nicht so früh in die Saison starten wie viele andere Vereine. „Bei warmen Temperaturen ist Eislaufen nicht möglich“, sagt Litzinger. Doch nun kommen regelmäßig technische Defekte hinzu. Die Probleme im Eissportzentrum in Pasing seien schon länger bekannt. Jedes Jahr werde der Saisonstart deshalb nach hinten verlegt.

Baureferat weist Schuld von sich

Das Baureferat ist sich keiner Schuld bewusst. Die Arbeiten an der Eisfläche hätten bereits Anfang Oktober begonnen, teilt Sprecherin Monika Großkopf mit. „Aufgrund der Warmwetterlage konnte die Anlage jedoch nicht in Betrieb genommen und mit ausreichend zeitlichem Vorlauf überprüft werden.“ Als es endlich möglich war, sie zu testen, zeigte sich, dass das Rohrleitungssystem undicht war und repariert werden musste.

Eine Sanierung habe hohe Priorität, teilt die Pressesprecherin des Sportreferats, Christina Warta, mit. Das Baureferat untersuche gerade, was alles erneuert werden muss. Auf dieser Grundlage werde der Stadtrat im Frühjahr 2018 entscheiden, ob er eine Sanierung oder einen Neubau will. Für die ESC-Verantwortlichen ist klar: Sie wünschen sich ein neues überdachtes Stadion.
Andreas Schwarzbauer

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