Bezirksausschuss will selber messen

Brennpunkt Aubing-Ost-Straße: Blitzer soll jetzt Raser nachweisen und ausbremsen

Der BA weiß, dass in der Aubing-Ost-Straße gerast wird. Jetzt will er es auch beweisen - mit einem eigenen BN-Blitzgerät.
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Der BA weiß, dass in der Aubing-Ost-Straße gerast wird. Jetzt will er es auch beweisen - mit einem eigenen BN-Blitzgerät.

Neuaubing - Hohes Verkehrsaufkommen und Raser: Ein Problem, dem sich der BA jetzt selbst annimmt - mit einem eigenen BN-Blitzgerät

Die Straßen in Aubing, Lochhausen oder Langwied leiden unter Rasern oder zu viel Verkehr. „Das Kreisverwaltungsreferat teilt uns aber regelmäßig mit, dass es nicht so schlimm ist“, ärgert sich Thomas Hampel, SPD-Fraktionssprecher im Aubinger Bezirksausschuss (BA). Deshalb will er jetzt dem Vorbild des BAs Sendling-Westpark folgen (Hallo berichtete) und beantragte nun, dass das Aubinger Stadtteilgremium ein eigenes Gerät zur Geschwindigkeitsmessung kauft. „Wir brauchen die Zahlen als Argumente, damit die Verwaltung etwas unternimmt“, so Hampel.

Er bemängelt, dass das Kreisverwaltungsreferat einen Blitzer an der Aubing-Ost-Straße aufgestellt hat, von der bekannt sei, dass sich viele Fahrer nicht an das Tempolimit von 30 Stundenkilometern hielten. „Aber er stand ungünstig, dort, wo viele Autos am Straßenrand parken. Wenn man da vorbeifuhr, musste man automatisch abbremsen“, erklärt Hampel. So habe die Stadt natürlich nur wenige Raser erwischt. Mit einem eigenen Gerät könnte der BA an geeigneter Stelle zu vielbefahrenen Zeiten selbst messen.

Die kleine graue Box wird für bis zu 14 Tage montiert und misst die gefahrenen Geschwindigkeiten sowie Anzahl und Art der Fahrzeuge. Datenrechtlich sei es unbedenklich, so Hampel, einzelne Fahrzeuge werden nicht erfasst.

„Es geht nicht darum, Übeltäter zu erwischen, sondern eine Verkehrsstatistik zu erstellen“, betont Hampel. Auch das Kreisverwaltungsreferat überwacht mit drei dieser Mess-Boxen den Verkehr. Die gewonnenen Daten fließen in die Einsatzpläne für mobile Blitzer ein. „Aus Sicht des Referats kann der Bezirksausschuss solche Geräte auch in Eigenregie einsetzen“, teilte die Behörde mit.

Die SPD wird deshalb in der BA-Sitzung am 20. April den Kauf eines Seitenradargeräts beantragen. Die übrigen Fraktionen sind aufgeschlossen. BA-Chef und CSU-Mitglied Sebastian Kriesel sagt: „Es ist eine sehr gute Idee, weil es immer wieder Verkehrsprobleme gibt.“ Die Grünen schlagen ein Gremium vor, dass die Einsätze managt. „Es soll paritätisch mit Vertretern aller Fraktionen besetzt sein“, fordert Fraktionssprecherin Dagmar Mosch. Außerdem halten sie es für ökonomischer, sich beim Kauf des Geräts, das voraussichtlich 2300 bis 5400 Euro kostet, mit einem benachbarten BA zusammenzutun. 

Andreas Schwarzbauer

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