Tennisplätze in Gefahr

Tennisabteilung des ESV München fürchtet um ihre Zukunft an der Haberlandstraße

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Die Tennisabteilung fürchtet um die Zukunft ihrer Plätze an der Haberlandstraße.

Pasing - Der ESV München steckt in der Klemme : Könnte das Gelände des Sportvereins bald aufgekauft und bebaut werden?

Die Tennisplätze an der Haberlandstraße sind in Gefahr. Auf der Bürgerversammlung schlug deshalb Marianne Manz von der Tennisabteilung des ESV München Alarm. Ein Grundstücksinvestor wolle das Gelände, das dem Sportverein gehört, kaufen und bebauen. Die umliegenden Flächen gehören ihm bereits. Bei der Tennisabteilung geht nun die Angst um: „Der Investor geht mit ungewöhnlichen Mitteln vor“, sagt Abteilungsleiter Jürgen Klässner. 

Anfang des Jahres habe er zahlreiche Bäume rund um die Anlage abgeholzt (Hallo berichtete). Sie seien ein idealer Lärm- und Sichtschutz gewesen. Manz vermutet, dass er die Sportler dadurch mürbe machen wolle. Der Eigentümer betonte, dass er die Bäume aus Sicherheitsgründen fällen musste. 

Auf einer Mitgliederversammlung hätten sich die Mitglieder zu 99 Prozent gegen einen Verkauf ausgesprochen, so Klässner. Vom Hauptverein gibt es Rückendeckung. Geschäftsführerin Pia Kraske sagt: „Wir wollen nicht verkaufen.“ 

Ingo Trömer, Sprecher der Lokalbaukommission, teilte mit, dass es derzeit keine Bestrebungen gebe, das Gelände in Bauland umzuwandeln. Dennoch hat der ESV München ein Problem: Eine offizielle Vermessung habe gezeigt, dass vier der acht Plätze mit etwa drei Metern auf dem Grund des Investors liegen. Sollte dieser die Räumung der Plätze verlangen, seien sie nicht mehr bespielbar, sagt Klässner. „Die komplette Saison ist dann gelaufen.“ 

Andreas Schwarzbauer

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