Kieswüste statt grünem Idyll

Bagger überrollen Pflanzen- und Tierparadies

Früher befand sich auf dem Nachbargrundstück des Neuaubingers Wolfgang Fürst eine grüne Oase mit Bäumen, Büschen und zahlreichen Tieren. Doch eines Tages rückten die Bagger an, rodeten die Fläche, trugen die Erde ab und schütteten Kies und Schotter auf.
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Früher befand sich auf dem Nachbargrundstück des Neuaubingers Wolfgang Fürst eine grüne Oase mit Bäumen, Büschen und zahlreichen Tieren. Doch eines Tages rückten die Bagger an, rodeten die Fläche, trugen die Erde ab und schütteten Kies und Schotter auf.

Neuaubing - Eine grüne Oase mit Bäumen, Büschen und zahlreichen Tieren befand sich auf Wolfgang Fürsts Nachbargrundstück - Doch Bagger rodeten die Fläche: Warum Fürst darüber entsetzt ist und was die Stadtverwaltung dazu sagt

Grüne Büsche, blühende Blumen, hohe Bäume und zahlreiche Tiere tummelten sich auf dem Nachbargrundstück von Wolfgang Fürst in der Nähe des Neuaubinger Bahnhofs. Doch seit kurzem ist dort nur noch eine Steinwüste. Der Eigentümer rodete die Fläche und entfernte einen halben Meter Erde. Der Boden war mit Schadstoffen belastet. Doch anstatt das Grundstück wieder mit Erde aufzufüllen, kippten Bagger Schotter und Kies darauf.

Fürst ist entsetzt: „Die Wildbienen und Insekten brauchen Blümchen als Nahrungsquelle, aber die kommen doch nicht im Schotter.“ Er bezweifelt auch, dass Bäume und Büsche auf diesem Untergrund wachsen können. Außerdem heize sich die Fläche im Sommer gewaltig auf. Fürst fordert, dass dort wieder ein grünes Paradies entstehen soll. Früher hätten dort Blindschleichen, Schnecken, Kröten und unzählige Insekten gelebt. „Aber sie haben rücksichtslos den Rückzugsraum der Tiere zerstört“, meint der Neuaubinger.

Thorsten Vogel, Sprecher des Planungsreferats, erklärt, warum der derzeitige Zustand dem Bebauungsplan entspricht: Das Areal soll den Haiden der Münchner Schotterebene nachempfunden sein mit unbewachsenen Kies- und Sandflächen. Das sei unter anderem Lebensraum für die Zauneidechse. Am Übergang zu einer Waldfläche soll noch Magerrasen gepflanzt werden. A. Schwarzbauer

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