Förderverein „1000 Jahre Urkunde Aubing“

Aubings Dorfkern bleibt geschützt

Die Mitglieder des Fördervereins (von links) Lothar Rechl, Klaus Bichlmayer und Werner Dilg haben eine Ortstafel, die den geschützten Dorfkern Aubings zeigt, aufgestellt.
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Die Mitglieder des Fördervereins (von links) Lothar Rechl, Klaus Bichlmayer und Werner Dilg haben eine Ortstafel, die den geschützten Dorfkern Aubings zeigt, aufgestellt.

Aubing: Der Förderverein sieht das nur als Zwischenziel und will weiterkämpfen.

Das Dorfensemble von Aubing steht weiterhin unter Denkmalschutz. Das entschied jetzt der Landesdenkmalrat. „Da stecken fünf Jahre harte Arbeit drin“, sagt Klaus Bichlmayer, der Vorsitzende des Fördervereins „1000 Jahre Urkunde Aubing“, stolz. Denn vor fünf Jahren stand der Status des Ortskerns auf der Kippe.

Ensembleschutz für Aubinger Dorfkern auf der Kippe

„Viele Bauherren haben die für Aubing typischen Dachneigungen verändert, falsche Materialien verwendet oder die Häuser gedreht“, sagt Werner Dilg vom Förderverein. „Deshalb gab es erhebliche Zweifel an der Denkmalwürdigkeit Alt-Aubings.“

Für den Förderverein war dies ein Schock: „Ohne Ensembleschutz ist alles möglich“, sagt Bichlmayer hinsichtlich der Bauvorhaben. So könnten plötzlich Betonklötze mit Flachdächern im Ortskern stehen und den Charakter des Dorfs nachhaltig verändern.

Denkmalschutz nur als erster Schritt

Um das zu verhindern, engagierte sich der Förderverein. Er gab eine Baubroschüre mit Empfehlungen für Aubinger Bauherren heraus, zeige in einer Ausstellung, wie Aubing ohne Ensembleschutz aussehen könnte, und organisierte Rundgänge durch die alten Bauernhäuser. Gleichzeitig hätten das Baureferat und der Bezirksausschuss die Vorgaben aus dem Denkmalschutzbereich strenger angewendet, lobt Bichlmayer. Dadurch konnten sie gemeinsam erreichen, dass das Aubinger Dorfensemble geschützt bleibt.

„Das war nur der erste Schritt. Jetzt muss es weitergehen“, sagt Dilg. Der Förderverein will eine Gestaltungssatzung für Aubing, die verbindliche Vorgaben für Fenstergrößen oder Dachgauben macht. Außerdem soll die Stadt Fördermittel zur Städtebausanierung beantragen, um unter anderen die Alte Schule herzurichten. Der Stadtrat entscheidet im Frühjahr darüber.
Andreas Schwarzbauer

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