Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen

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Behinderungen und Bauarbeiten auf der Ubostraße

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Alternativen werden diskutiert

Angst vor dem Verkehrschaos: Maßnahmen gegen den Durchgangsverkehr in Aubing und Pasing

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Statt am Aubinger Tunnel im Stau zu stehen, nehmen viele Autofahrer die Ausfahrt Freiham-Nord und fahren über Aubing.

Aubing/Pasing - Mindestens 25 000 neue Bewohner in Freiham – die Bevölkerung im Münchner Westen wird enorm wachsen. Und damit auch der Verkehr. Bürger und Lokalpolitiker fürchten ein Verkehrschaos

Schon jetzt sind die Straßen an ihren Belastungsgrenzen angekommen. Insbesondere am Aubinger Tunnel der A99 sind Staus Alltag. Regelmäßig kommt es zu Sperrungen und Blockabfertigungen. Viele Pendler verlassen deshalb die Autobahn an der Ausfahrt Germering/Freiham-Nord und umfahren das Teilstück über Aubing und Lochhausen. Dem Aubinger Bezirksausschuss gefällt das nicht. Der CSU-Fraktionssprecher Jürgen Schrader (Foto) sagt: „Da fahren Autos aus Deggendorf, Kelheim und Landsberg, also aus halb Europa, durch den Ort. Die haben dort nichts zu suchen.“ 80 Prozent der Autos in Aubing seien Durchgangsverkehr, bestätigte auch das Planungsbüro, das für die Anbindung Freihams an Aubing zuständig ist.

Der Bezirksausschuss fordert von der Stadt Lösungen für dieses Problem. Denn die Situation werde sich noch verschärfen, da die Straßen von der Autobahn nach Freiham derzeit eigentlich nur für Baustellenfahrzeuge freigegeben sind. Die Stadtteilpolitiker haben einen Vorschlag: eine Pförtnerampel an der Autobahnausfahrt. Sie soll auf Rot schalten, sobald eine bestimmte Anzahl an Autos auf die Bodenseestraße gefahren ist.

Man solle als Zwischenweg das Carsharing-Angebot in Aubing ausbauen

Der Aubinger Jürgen Müller gab allerdings zu bedenken, dass die Pendler dann einfach eine Ausfahrt früher hinausfahren würden, um die Abkürzung über Aubing zu nehmen. Zudem kämen mit einer Pförtnerampel auch die Aubinger nicht mehr nach Hause. Jörg Grunwald aus Aubing schlug vor, das Carsharing-Angebot in Aubing auszubauen. In einem Brief an OB Dieter Reiter fordert er: „Wir brauchen dringend mehr Stellplätze für diese Anbieter.“ Außerdem wünscht er sich Radstationen der MVG in Aubing, Neuaubing und Freiham. Er appellierte an den Oberbürgermeister: „Bitte helfen Sie den Bürgern im Westen.“

Auch einige Kilometer weiter machen sich die Bürger Sorgen. Die Pasingerin Sophie Bayer verweist auf die zahlreichen Neubaugebiete im Viertel und sagt: „Man kann nicht ein paar 1000 Menschen dort hinsetzen, ohne für eine Anbindung zu sorgen. Der Verkehr wird erheblich zunehmen.“ Bayer fordert deshalb einen S-Bahnhalt Berduxstraße für die Bewohner an der Paul-Gerhardt-Allee. Außerdem schlägt sie eine Unterführung unter den Bahngleisen als direkte Verbindung zur Landsberger Straße vor. Sollte nichts passieren, sieht sie schwarz für das Viertel: „Die Luft wird schlechter, die Abgase werden in der Luft stehen. Außerdem wird der Lärm stark zunehmen.“ Auch die Stadt München sieht Handlungsbedarf und lässt ein Verkehrsgutachten für den Münchner Westen erstellen. Es soll auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, versichert Ingo Trömer vom Planungsreferat. A. Schwarzbauer

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