Eine Schranke gegen Raser

Neuaubinger Gleisharfe: Anwohner klagen über Durchgangsverkehr und zu hohes Tempo

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Laut Christian Schambeck ist das der Klassiker: Ein DHL-Transporter fährt verbotenerweise und zu schnell durch das Neubaugebiet.

Eigentlich sollte im Neubaugebiet eine eindeutige Schrittgeschwindigkeitsregelung gelten. Daran halten will sich aber offenbar niemand...

Neuaubing – Idyllisch liegt das Neubauviertel in der Gleisharfe neben dem Neuaubinger Bahnhof. Viele Kinder spielen dort an den schmalen Straßen oder kurven mit dem Roller herum. Eigentlich ist das kein Problem, denn in der Siedlung darf maximal 10 Stundenkilometer schnell gefahren werden. Aber: „Daran hält sich niemand. Viele brettern hier mit Tempo 50 durch“, sagt Christian Schambeck.

Ortskundige Autofahrer nutzten das neue Viertel zudem als Abkürzung, um vom Gewerbegebiet in Freiham nach Pasing zu kommen, obwohl die Straßen eigentlich nur für Anlieger freigegeben sind. 

Ein besonderes Ärgernis seien die vielen DHL-Transporter, die dort meist mit hohem Tempo auf dem Weg ins Verteilzentrum in Freiham hindurchfahren, klagt Schambeck. „Für die Kinder ist es richtig gefährlich geworden“, sagt er.

BA über Anwohnerberichte empört

Deshalb hat sich Schambeck an den Bezirksausschuss gewandt. Er wünscht sich, dass die Straße verengt wird, damit die Autofahrer das Tempo drosseln müssen. Auch mehr Schilder, die auf die Schrittgeschwindigkeit hinweisen, hält er für sinnvoll. Vielleicht könne man die Zufahrt in die Siedlung auch mit einer Schranke regulieren.

BA-Chef Kriesel hat Verständnis und ärgert sich: „Es gibt eigentlich eine klare Vereinbarung mit DHL, dass die Transporter nicht dort, sondern durch das Gewerbegebiet fahren.“ Das bestätigt DHL-Sprecher Dieter Nawrath. 

Aber: „Offenbar sind aber nicht mehr allen Beschäftigten die Vorgaben präsent. Wir haben daher nochmals alle Zusteller auf die Regelungen nachdrücklich hingewiesen.“ Zudem gebe es künftig stichpunktartig Kontrollen von Seiten der DHL.

Stadt weist Verantwortung von sich

Der Bezirksausschuss hat das Anliegen zudem an die Stadt weitergeleitet. Von dort heißt es allerdings: „Wir sind nicht zuständig.“ Denn das Viertel ist noch nicht ganz fertig. Es entstehen weitere Wohnhäuser auf der Westseite. Erst wenn die Siedlung komplett ist, übergibt Investor Aurelis sie an die Stadt.

Ein Sprecher des Unternehmens wiederum spielt den Ball zurück: Die Stadt habe sich die Durchgangsstraße gewünscht. Zudem sei grundsätzlich das Kreisverwaltungsreferat für Maßnahmen wie das Aufstellen einer Schranke oder zusätzlicher Schilder zuständig. Zumal Aurelis das Gebiet noch im Herbst an die Stadt übergeben werde.

Andreas Schwarzbauer

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