Blumen statt Erde

Bienenrettung: Blühwiesen für Lochhausen – weitere Maßnahmen gefordert

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Christian Stockmann (links) und Herbst Forster freuen sich über die neue Blühwiese an der Federseestraße. Allerdings ist das in ihren Augen noch nicht genug.

Spätestens seit „Rettet die Bienen“ ist die Zukunft der Insekten ein Thema. In Lochhausen entstehen jetzt Blühwiesen. Warum das nur der erste Schritt sein kann...

Lochhausen – Künftig wird es bunt in Lochhausen. Der örtliche Bezirksausschuss hatte gefordert, auf seinem Gebiet Blühwiesen anzulegen. Antragssteller Christian Stockmann (CSU) sagt: „Das Volksbegehren ist eine gute Sache, aber es fokussiert sich zu sehr auf die Landwirtschaft. Wir müssen im Kleinen vor unserer Haustüre anfangen.“ 

Das Baureferat teilte mit, dass es bereits mit der Deutschen-Wildtier-Stiftung ein Projekt zum Schutz der Bienen umsetze – beispielsweise am Würm-Grünzug oder im Hirschgarten.

Und auch in Lochhausen tut sich etwas: Dort hat der Gartenbau auf der Wiese zwischen Federsee- und Bienenheimstraße auf zwei Flächen Blumen angesät.

Doch Stockmann und seinem Kollegen Herbert Forster (CSU) reicht dies noch nicht: „Es gibt viel straßenbegleitendes Grün. Was ist dabei, dass ich dort Blumensamen aussäe?“ Die Pflege sei zudem einfacher, weil man nur zwei Mal im Jahr mähen müsste. 

Der Bezirksausschuss stimmte ihnen zu und will sich finanziell an weiteren Blühwiesen beteiligen.

Außerdem fordern Stockmann und Forster die Stadt auf, bei Neupflanzungen Bäume, die blühen, auszuwählen. Auch sie böten den Honigbienen Nektar, Pollen und Honigtau. Forster appelliert zudem an Hauseigentümer, Blühwiesen anzulegen.

Andreas Schwarzbauer

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