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Kein Campus für alle

Trotz Nachfrage: Keine sechste Klasse an der Freihamer Realschule

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Aubinger Eltern hatten sich gefreut. Im September eröffnet auf dem Bildungscampus Freiham – und damit in unmittelbarer Nachbarschaft – eine Realschule

Im September eröffnet auf dem Bildungscampus Freiham eine Realschule. Doch trotz mehr als 30 Voranmeldungen wird es dort keine sechste Klasse geben. Die Hintergründe lesen Sie hier.

Freiham – Eigentlich ist die nächste Realschule gleich um die Ecke, dennoch befürchtet Hans Huber (Name von der Redaktion geändert), dass seine Kinder im nächsten Schuljahr ans andere Ende der Stadt fahren müssen. 

Im September eröffnet zwar im 245 Millionen Euro teurem Bildungscampus in Freiham auch eine Realschule. Allerdings wird sie nur mit einer fünften Klasse starten – obwohl es für eine sechste Jahrgangsstufe mehr als 30 Anmeldungen gibt.

Anzahl der Anmeldungen reiche nicht aus

Für das bayerische Kultusministerium sind das zu wenige. „Eine Realisierung hieße, dass die Realschule höchstens zwei Wahlpflichtfächergruppen in der Jahrgangsstufe sieben anbieten könnte“, teilt Sprecher Daniel Otto auf Hallo-Anfrage mit. 

Auch andere Angebote seien nicht möglich. Es gebe dadurch vier Jahre lang nur eine „Realschule light“. „Damit könnte man dem Anspruch, allen Münchner Kindern eine gleichwertige Ausbildung zu ermöglichen, nicht gerecht werden“, so Otto.

Huber kann das nicht nachvollziehen: „Ich verstehe nicht, warum man uns schon jetzt eine Absage schickt, obwohl noch Anmeldungen kommen könnten.“ Noch bis kommenden Dienstag können Eltern ihre Kinder einschreiben. „Der große Run beginnt doch erst, weil vorher noch gar nicht absehbar war, ob die Hauptschüler wechseln können.“

Schulen im Landkreis lehnten Anmeldungen ab

„Wir haben schon zum Halbjahr gemerkt, dass es auf dem Gymnasium nicht funktioniert, aber unsere Kinder sind von allen Realschulen im Münchner Westen und im Landkreis Fürstenfeldbruck abgelehnt worden“, sagt Huber. 

Das Referat für Bildung und Sport (RBS)versichert, dass die Realschulen im Westen Plätze für die sechste Klasse zur Verfügung stellen würden. Die Realschule an der Blutenburg teilte Huber mit, dass man ihm keinen Platz garantieren könne. Auch der Ministerialbeauftragte für die Realschulen, Ernst Fischer, schrieb an die Eltern, dass er nicht versprechen könne, dass alle Plätze reichen. „Es ist ein Armutszeugnis für die Stadt München“, ärgert sich Huber.

Nurhan Güler stimmt zu. Die Aubinger Mutter würde ihren Sohn ebenfalls gerne nach Freiham schicken. Derzeit besucht er die Carl-Spitzweg-Realschule. „Er ist eine Stunde nach Allach unterwegs. Der Bildungscampus wäre drei Minuten entfernt.“

Andreas Schwarzbauer

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