Extreme Rutschgefahr

Sind diese Kiesel lebensgefährlich?

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Eine gefährliche Situation: Insbesondere Motorradfahrer könnten auf den Kieseln wegrutschen und schwer stürzen.

Langwied – Regelmäßig verlieren Lastwagen eines Betonwerks auf der Bergsonstraße Kies und Beton – Deshalb fordern Anwohner und der Bezirksausschuss jetzt Konsequenzen von der Stadt

„Lebensgefährlich“ und ein „nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko“ seien die Kieselsteine und Betonspritzer, die Lastwagen auf der Berg­sonstraße und der Straße „An der Langwieder Haide“ regelmäßig verlieren, kritisiert der Bezirksausschuss. Besonders gravierend sind die Verschmutzungen an der Kreuzung der beiden Straßen.

Thomas Hampel fordert, dass die Stadt etwas gegen den Kies und die Betonspritzer auf der Straße unternimmt.

Insbesondere Motorradfahrer könnten auf den Kieseln wegrutschen und schwer stürzen, warnt Thomas Hampel (SPD). „Sie erwarten nicht, dass auf der Straße Schotter liegt.“ Aber auch Fußgänger, die an der Ampel warten, seien gefährdet. „Wenn Autos über die Steine fahren, katapultieren sie diese weg.“

Für den Verursacher hält Hampel die Firma Ganser, die an der Bergsonstraße ein Betonwerk hat. „Seit der Ansiedlung ist die Fahrbahn durch die Betonmischfahrzeuge extrem verschmutzt“, sagt Hampel. Schon mehrmals hätten Anwohner und der Bezirksausschuss dies kritisiert. „Seit Jahren ist die Situation untragbar, aber die Stadt unternimmt wenig“, meint Hampel verärgert.

Die Firma will diese Vorwürfe nicht so stehen lassen. Es sei nicht sicher, dass die Verschmutzungen von Ganser stammten, meint Vertriebsleiter Helmut Obermaier. „Wir haben momentan im Stadtbezirk sehr viel Baubewegung.“ Dennoch habe man etwas unternommen: „Wir beauftragen seit drei Wochen eine Kehrmaschine, die jeden Freitag die Straße reinigt“, so Obermaier.

Das sei nicht ausreichend, findet Hampel: „Ein Reinigungszyklus von einer Woche ist erheblich zu wenig.“ Zudem könne der getrocknete Beton nicht durch eine Kehrmaschine beseitigt werden, sondern müsse abgemeißelt werden. Verschmutzungen müssten sofort beseitigt werden und die Fahrzeuge beim Verlassen des Betriebsgeländes auf Rückstände kontrolliert werden. „Die Stadt verhält sich zu brav“, kritisiert Hampel. Sie müsse die Sauberkeit der Straße kontrollieren und gegebenenfalls Bußgelder verhängen.

Das Baureferat teilt dazu auf Hallo-Anfrage mit: „Eine Lösung dieser Angelegenheit soll in enger Abstimmung mit dem Bezirksausschuss und den Beteiligten gefunden werden.“

Andreas Schwarzbauer

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