Stark geschrumpft

Kommt Rettung für den Aubinger Wochenmarkt?

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Von acht Marktständen zur Eröffnung 2017 sind auf dem Aubinger Wochenmarkt nur noch vier übrig geblieben.

Aubing – Eine niederschmetternde Bilanz: Auf dem Aubinger Wochenmarkt geben zu viele Händler auf – was die Stadt dagegen unternehmen will, lesen Sie hier.

Der Aubinger Wochenmarkt ist kleiner geworden. Von den acht Stände, die ursprünglich den Platz an der Konstanze-Vernon-Straße ausfüllten, sind nur noch vier da. Das Kommunalreferat sucht zwar neue Händler – bisher aber mit überschaubaren Erfolg.

Auch Ralf Schikora mit seinem Biomobil wird den Markt bald verlassen. „Für uns hat es sich mit zwei Leuten nicht gerechnet“, sagt er. Zumal er jeden Tag aus Dorfen (Landkreis Erding) 80 Kilometer Anfahrt hat. Dem Markt, der mitten im Neubaugebiet in der Nähe der S-Bahnstation Leienfelsstraße liegt, fehle es an Laufkundschaft.

Obst- und Gemüsehändlerin Birgit Osman klagt ebenfalls über zu wenige Kunden. „Die Leute fahren mit dem Auto zum Supermarkt oder nach Pasing zum Einkaufen. Vielleicht sind die Gewohnheiten zu eingefahren.“ Auch sie überlege inzwischen, ob ein Stand auf dem Aubinger Wochenmarkt noch sinnvoll sei. „Es kommt nicht genug dabei rum.“

Sebastian Angermair verkauft Kartoffeln und Eier. Er glaubt, dass den Anwohnern ein Café oder ein anderer Treff am Markt fehlt, wo sie sich zusammensetzen können. „Dann wäre es leichter.“

Auch Marktsprecherin Renate Brinkmann hofft auf ein neues Angebot. „Ein Bäcker und ein Käsestand fehlen“, sagt sie. Aber grundsätzlich hätten die Anwohner den Markt sehr gut angenommen.

Die Stadt arbeitet derzeit fieberhaft daran, den Markt zu retten. Es wurden Werbung in der örtlichen Presse, im Landwirtschaftlichen Wochenblatt und auf Facebook geschaltet, Flyer verteilt und der Markt besser beschildert, sagt die Sprecherin des Kommunalreferats Birgit Unterhuber.

Außerdem hat die Stadt vier Standplätze (Blumen, Käse, Bäcker, Kaffee/Kuchen/Imbiss) ausgeschrieben. Aber: „Aufgrund der dünnen Bewerberlage wurde die Ausschreibung bis 15. April verlängert.“ Unterhuber hofft dennoch, dass der Markt überlebt: „Vereinzelt haben neue Wochenmarktstandorte mit Anlaufschwierigkeiten von bis zu drei Jahren zu kämpfen.“

Andreas Schwarzbauer

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