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Garagen aber keine Autos?

Freiham: Verkehrskonzept sorgt bei Aubingern für Ärger und Unverständnis

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Die A99 soll ausgebaut werden, um die Verkehrssituation im Münchner Westen zu verbessern.

Aubing – Die Verkehrsplanung für Freiham steht in der Kritik. Wie die Stadtbaurätin reagiert, warum sie mit ihrer Einschätzung auf Unverständnis stößt und was die Bürger jetzt fordern, lesen Sie hier.

Zahlreiche Aubinger haben an Oberbürgermeister Dieter Reiter geschrieben und das Verkehrskonzept für Freiham kritisiert. Sie befürchten, dass bald eine Verkehrslawine durch ihren Ortskern rollen wird. Nun kam die für viele ernüchternde Antwort.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk entgegnet auf die Vorwürfe, dass Freiham von Anfang an so konzipiert sei, „dass aufgrund von Struktur, Kompaktheit und Ausstattung auf das Auto als Verkehrsmittel der Wahl verzichtet werden kann“. Einkaufsmöglichkeiten oder Schulen seien gut zu Fuß erreichbar.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Dies will Jürgen Müller von der Bürgervereinigung Aubing so nicht stehen lassen: „In Freiham werden gerade sehr großzügig Tiefgaragen gebaut. Das heißt, auch die Planer gehen von einem entsprechenden Bestand an Fahrzeugen aus.“ Zudem würden wohl viele Freihamer außerhalb ihres Stadtviertels arbeiten. 

Das glaubt auch Merk, aber: „Hier werden die beiden S-Bahn-Stationen und die geplanten Buslinien sowie zukünftig auch die geplante U-Bahn für sehr gute Verbindungen in die Innenstadt sorgen.“

Die Stadtbaurätin verweist darauf, dass die Stadt einiges unternehme, um die Infrastruktur zu verbessern: Die Verlängerung der U5 und auch der Ausbau von A99 und S4 befänden sich bereits in Planung. Zwar dauere die Umsetzung noch, aber man spreche bei der Entwicklung von Freiham von einem langen Zeithorizont. Erst nach 2030 werde das Viertel vollständig bezogen sein.

Die Stadt habe zwar die U-Bahn-Verlängerung beschlossen, aber kein Geld zur Finanzierung des Projektes, glaubt dagegen Müller. „Wir würden uns wünschen, dass die Verwaltung uns die Maßnahmen im persönlichen Dialog mit den Bürgern erläutert“, so Müller.

Andreas Schwarzbauer

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