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Antragspaket aus Aubing: BA fordert dichteres Busnetz in Münchens Westen

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Der Schienenersatzverkehr hält bereits an der Aubinger Straße. Sebastian Kriesel hofft auf mehr.
Der Schienenersatzverkehr hält bereits an der Aubinger Straße. Sebastian Kriesel hofft auf mehr. © Andreas Schwarzbauer

Der Bezirksausschuss will den öffentlichen Nahverkehr in Aubing, Lochhausen und Freiham rasch verbessern und dazu mehrere Forderungen geäußert.

Aubing - Der örtliche Bezirks­ausschuss hat auf Antrag der CSU ein ganzes Paket zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Aubing, Lochhausen und Freiham verabschiedet.

Antragspaket aus Aubing: BA fordert dichteres Busnetz in Münchens Westen - So stehen die Chancen

Das Gremium fordert, die Aubinger Straße wieder an das Busnetz anzubinden. „Wir brauchen ein Angebot, denn dort wohnen viele Menschen“, sagt BA-Chef Sebastian Kriesel (CSU). Sein Vorschlag: Die Regionalbuslinie 267, die derzeit an der Altenburgstraße endet, soll über die Limes- und die Aubinger Straße bis zum Westkreuz verlängert werden. Dadurch entstünde eine attraktive Verbindung zum Paul-Ottmann-Zentrum mit seinen Einkaufsmöglichkeiten, den Ärzten und der Post, meint er.

Auch die zahlreichen Kinder aus dem Quartier, die Schulen am Westkreuz und in Pasing besuchen, würden davon profitieren. Zudem sei die S-Bahn-­Station „Leienfelsstraße“, die nur wenige Gehminuten entfernt ist, besser angebunden. Der MVV, der die Buslinie betreibt, winkt allerdings ab. Zwar soll der 267er verlängert werden – allerdings zum Aubinger Bahnhof. Für den Bereich Aubinger Straße verweist Sprecherin Franziska Hartmann auf die MVG-Linien 57 und 162. Zudem sei eine Änderung erst 2026 möglich, da Regionalbus-Linien regelmäßig EU-weit ausgeschrieben werden.

Außerdem will der BA den 143er von Freiham über das Gewerbegebiet Triebwerk bis zum Neubaugebiet in der Gleisharfe verlängern. Die MVG sieht dafür allerdings keine Möglichkeit. Dies würde „einen deutlichen betrieblichen und finanziellen Mehraufwand bedeuten“, der an anderer Stelle eingespart werden müsse, sagt Sprecher Maximilian Kaltner.

Zudem müsse die Route zur Gleisharfe ab dem Nord­ende der Bertha-Kipfmüller-Straße zur Fritz-Bauer-Straße über nicht-öffentliche Straßen geführt werden, da es keine Wendemöglichkeit gebe. Die MVG will aber prüfen, wie sie das Areal mittel- bis langfristig besser anbinden kann.

Dichteres Busnetz in Münchens Westen: Langwieder Seenplatte ganzjährig anbinden

Die dritte Forderung des Viertelgremiums ist es, dass der Badebus zur Langwieder Seenplatte eine reguläre Verbindung wird, die ganzjährig verkehrt. Dadurch könnten die Siedlung am Scharinenbach und das Männerwohnheim am Langwieder See ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden werden. „Außerdem wäre es für das Naherholungsgebiet ein Gewinn, denn viele fahren dort nicht nur zum Baden, sondern auch im Herbst oder Winter zum Spazierengehen hin“, meint Kriesel. Der MVV stehe dem offen gegenüber. Allerdings müsse die Stadt die entstehenden Einnahmeverluste ausgleichen, betont Sprecherin Hartmann.

Zuletzt will der BA eine zusätzliche Bushaltestelle am künftigen Kulturzentrum „Bergson“. Kriesel meint: „Die öffentliche Anbindung muss fertig sein, bevor es dort losgeht. Wenn die Besucher anfangs mit dem Auto kommen müssen, wird es schwer, ihnen dann den ÖPNV schmackhaft zu machen.“ Die MVG verweist zwar auf die Haltestelle „Kronwinkler Straße“, die in unmittelbarer Nähe sei. Wegen der „erwartbaren Verschiebung des Nachfrageschwerpunkts“ prüfe man aber eine Verlagerung oder einen zusätzlichen Stopp.

Kriesel hofft trotz klammer Finanzen auf rasche Verbesserungen: „Wir sehen täglich das Chaos auf unseren Straßen. Um die Verkehrswende zu schaffen, brauchen wir einen attraktiven ÖPNV.“

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