Ärger um Parkplätze in Pasing

Neuer Campingplatz am Friedhof?

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Anwohner-Protest gegen Wohnmobile: Am Haidelweg ärgern sich Daniel Broszinski (v.li.), Jens Krumpholz und Horst Broszinski über die Dauerparker.

Ärger am Haidelweg in Pasing: Seit Monaten werden dort Wohnmobile entlang der Friedhofsmauer abgestellt – sehr zum Ärger der Anwohner. Ob die Polizei helfen kann ...

Ein Wohnmobil neben dem anderen ist entlang der Mauer des Pasinger Friedhofs am Haidelweg geparkt. „Für uns Anwohner ist das störend und belastend“, sagt Jens Krumpholz. „Seit drei Monaten sprechen mich ständig Nachbarn an. Das Problem ärgert viele, nicht nur weil die Friedhofsgänger keine Parkplätze haben, sondern auch weil die Anwohner und deren Gäste ihre Autos jetzt immer einige Wohnblöcke weiter abstellen müssen.“ Krumpholz und seine Nachbarn Daniel und Horst Broszinski fordern deshalb von Polizei und Stadt mehr Kontrolle und eine Anwohnerparkzone.

„Die Behörden könnten diese Zone von 20 bis 6 Uhr morgens einrichten. Das wäre dann auch außerhalb der Öffnungszeiten des Friedhofs“, schlägt Daniel Broszinski vor. Sein Vater, Horst Broszinski, hat sogar versucht, mit den Wohnmobil-Besitzern zu sprechen. „Ich seh die ja von meinem Fenster aus immer herradln und nach dem Rechten sehen“, sagt der Rentner. „Wenn man die fragt, ob die nicht wo anders parken können, antworten die frech, dass es doch ein öffentlicher Parkplatz sei und ihnen die Anwohner egal seien.“ Krump- holz fürchtet, dass die Stimmung in Pasing bald umschlägt: „In Laim haben Unbekannte vergangenes Jahr geparkten Wohnmobilen die Reifen aufgeschlitzt.“

Dieses Wohnmobil wurde wohl auch schon länger nicht mehr bewegt.

Der Pasinger Polizei liegen unterdessen noch keine Beschwerden vor. „Wir schicken eine Politesse vorbei, die sich das anschauen wird“, sagt Inspektions-Vize Edmund Hlawon. Allerdings müsse man zwischen Wohnwagen und Wohnmobilen unterscheiden. „Erstere müssen tatsächlich alle zwei Wochen bewegt werden. Dabei langt es auch nicht, dass einer nur zwei Meter weiter fährt“, erklärt der Polizist. „Letztere gelten allerdings als ganz normale Personenkraftfahrzeuge und können dort stehen bleiben, so lange sie wollen.“ Auch gegen ein Wohnmobil, das schon zugewachsen ist (siehe Foto unten), könnten seine Beamten nichts unternehmen. „Das Problem ist auch, dass in der Regel die Anwohner selbst ihre Wohnmobile dort abstellen“, sagt Hlawon.

Die Stadt konnte bis Redaktionsschluss auf eine Anfrage von Hallo München wegen der Einrichtung einer Anwohnerparkzone nicht antworten. Jens Krumpholz und seine Mitstreiter werden aber nicht lockerlassen und weiterkämpfen – mit diplomatischen Mitteln. „Ich werde an jede Windschutzscheibe eines jeden Wohnmobils einen Zettel mit meiner Telefonnummer dranhängen und höflich um ein Gespräch bitten“, sagt der Pasinger. „Vielleicht können wir ja so das Problem beseitigen.“

Marie-Anne Hollenz

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