Ortstermin am 18. Oktober

Neuer Verein will Verkehr drosseln

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Verärgerte Bürger aus Allach und Untermenzing organisieren sich, um den Verkehr in ihrem Stadtviertel zu verringern.

LKW-Terror im Paul-Ehrlich-Weg (Foto re.), Gefahren auf dem Schulweg in der Eversbuschstraße, Raser, Lärm- und Abgasemmissionen im ganzen Stadtteil: Darüber beschweren sich viele Bürger in Allach und Untermenzing. Jetzt organisieren sich einige von ihnen in einem neuen Verein. Die „Interessensgemeinschaft Verkehrsberuhigung Allach-Untermenzing“ tritt an, um gegen Gesundheits- und Unfallgefahren sowie die starke Verkehrsbelastung des Stadtbezirks zu kämpfen. „Wir wollen die Probleme im Bezirks­ausschuss und bei der Stadt präsent machen, weil wir wissen, dass viele Bürger still leiden, und weil wir der Meinung sind, dass etwas getan werden muss“, sagt der zweite Vorsitzende Eberhard Witthoff.

Sie sprechen für den neuen Verein (v. li.): Ansgar Pütz (46), der Vorsitzende Bernhard Réer (60), Martin Neuchl (49) und der zweite Vorsitzende Eberhard Witthoff (53).

Die nächste Gelegenheit bietet sich bei einem Treffen mit Vertretern des Kreisverwaltungsreferats (KVR) am Dienstag, 18. Oktober, in Allach. Dieser Ortstermin geht zurück auf die jüngste Bürgerversammlung, bei der Vereinsmitglieder mehrere Anträge zur Verkehrsberuhigung gestellt haben. Dazu gehören ein Nachtfahrverbot für LKW in der Eversbuschstraße und dem Paul-Ehrlich-Weg, die Ausdehnung von Tempo 30 in der Eversbuschstraße sowie die Abhaltung eines Bürgerworkshops zur Verkehrsberuhigung im 23. Stadtbezirk im Lauf des nächsten Jahres. „Wir wollen uns nicht gegenseitig ausspielen, sondern als Bürger beteiligt werden“, sagt der Vorsitzende Bernhard Réer. „Und wir wollen dem leicht resignierten Bürger mehr Transparenz bieten“, ergänzt Mitglied Ansgar Pütz. Schließlich hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Anträge von BA und Bürgern zur Verkehrsentlastung gegeben, die jedoch größtenteils abgelehnt wurden – wie jüngst Beschränkungen für den LKW-Verkehr in Allach. „Es kann doch nicht sein, dass die öffentlichen Stellen kapitulieren und sagen, sie können nichts tun“, so Pütz. Vereinschef Réer: „Wir wollen, dass die Stadt ihre Verantwortung wahrnimmt.“ Daran wollen er und seine Mitstreiter die Verantwortlichen künftig bei jeder Gelegenheit erinnern. ul
Der Verein trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 20 Uhr in der Gaststätte „Schießstätte“, Servetstraße 1. Kontaktaufnahme auch per E-Mail unter verkehrsberuhigung-allach-untermenzing@posteo.de.

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