Wer steckt dahinter?

Ein Heiliger zum Hundertsten

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Pfarrer Martin Joseph und Monika Neidhardt sind gespannt, wie ihre Überraschung im Vorraum der Kirche angenommen wird.

Allach – Ein tragisches Schicksal war der Ausgangspunkt – eine originelle Überraschung das Resultat: Im Rahmen des Jubiläumsfestes wird in Maria Himmelfahrt eine ganz besondere Statue enthüllt...

Die Spannung steigt: Wie schaut sie aus, die Statue des Heiligen Ignatius von Laconi, die der Katholische Frauenbund Allach für die Kirche Maria Himmelfahrt an der Höcherstraße stiftet? Und wie kam der Frauenbund zu seinem 100-jährigen Bestehen auf den kaum bekannten Patron der Schwangeren und Helfer für gesegnete Mütter? Das und mehr erfahren die Gäste beim Festgottesdienst zum Jubiläum am Sonntag, 12. Mai, ab 10 Uhr in der Kirche.

Im Rahmen des Jubiläumsfestes am Sonntag, 12. Mai, wird in der Kirche Maria Himmelfahrt eine Statue des Heiligen Ignatius von Laconi enthüllt.

Vorab verrät Teamsprecherin Monika Neidhardt (63): „Die Idee kam aus der Mitte des Frauenbundes von einer Frau, die nach einer Fehlgeburt sehr unter der Situation gelitten hat.“ Auf der Suche nach Hilfe stieß sie auf den Heiligen Ignatius von Laconi, einen Patron, den selbst Pfarrer Martin Joseph von der Pfarrei Maria Himmelfahrt bis dahin nicht gekannt hat. Er sagt: „Der Anlass war ein tragischer. Aber er hat das Thema Schwangerschaft und die Ängste, die viele Frauen dabei bewegen, in der Gemeinde ins Gespräch gebracht.“ 

Als der Frauenbund anbot, eine Ignatius-Statue zu stiften, war Pfarrer Joseph gleich dabei. „So bekommt das Thema einen sichtbaren Kristallisationspunkt“, erklärt er. „Einen Ort, an dem Bitten, Sorgen, Ängste, aber auch Dank und Freude zum Thema Kinderwunsch Platz finden können“, ergänzt Monika Neidhardt.

Zudem knüpft der Frauenbund mit der Figur an seine Geschichte an. 1933 wurde der Allacher Verein Träger einer Beratungsstelle für Schwangere und Mütter. Diese gibt es heute zwar nicht mehr, dafür aber viele Aktivitäten zur Gleichstellung der Frau in der Kirche. Zeitgemäß soll auch die Statue sein, die von der Künstlerin Betina Fichtl-Haberland aus Lindenholz gefertigt wurde. „Eine moderne Figur mit einladender Geste“, mehr sagt Neidhardt noch nicht.

Ursula Löschau

Feiern mit „Wellküren“

Zum Jubiläum lädt der Frauenbund Allach nach dem Festgottesdienst zum Musikkabarett mit den „Wellküren“.

100 Jahre Frauenbund Allach: Der Verein mit rund 100 Mitgliedern feiert sein Jubiläum am Sonntag, 12. Mai, mit mehreren Veranstaltungen in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt an der Höcherstraße 14. 

Nach dem Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, gibt es ab 17 Uhr Musikkabarett mit den „Wellküren“ und ihrem Programm „Abendlandler“. Der Eintritt kostet 19 Euro. 

Verlosung

Wir verlosen dreimal zwei Karten. 
Teilnahmeschluss ist am 17. April.

Das Gewinnspiel ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.

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