Neuer Ärger um Allacher Rüstungsunternehmen

Schwarzbauten? Nach wie vor viel Ärger um Panzerteststrecke und Lackieranlage in Allach

Das Genehmigungsverfahren für die Panzerteststrecke läuft nach wie vor weiter.
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Das Genehmigungsverfahren für die Panzerteststrecke läuft nach wie vor weiter.
  • Ursula Löschau
    VonUrsula Löschau
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Der Wirbel um die Panzerteststrecke und Lackieranlage des Allacher Rüstungsunternehmens KMW hält an. Jetzt stehen die Genehmigungen erneut auf dem Prüfstand.

Allach - Neuer Ärger um das Allacher Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und dessen Anträge auf nachträgliche Genehmigung bereits bestehender Anlagen: Erst vor kurzem hat der Petitionsausschuss des Landtags bestätigt, dass die umstrittene Panzerteststrecke bisher illegal betrieben werde und damit alle Vorbehalte der Anwohner bestätigt.

Panzerteststrecke Allach: viel Aufsehen und Kritik an Rüstungsunternehmen

Jetzt liegt dem BA Allach-Untermenzing ein Antrag auf Genehmigung der vorhandenen Lackieranlage auf dem KMW-Gelände vor. Einer Anlage, die laut Grünen-Sprecher Falk Lamkewitz „seit 15 Jahren ohne Genehmigung betrieben wird“. Er kritisierte in der jüngsten Sitzung: „Die Filetierung der Verfahren ist äußerst fragwürdig.“

Das Referat für Klima- und Umweltschutz (RKU) ist anderer Auffassung. In den Antragsunterlagen, zu denen der BA angehört wird, heißt es: „Das hier genannte Genehmigungsverfahren zur Lackieranlage steht mit dem derzeit ebenfalls beim RKU anhängigen Genehmigungsverfahren zur Panzerteststrecke in keinem Zusammenhang. Es handelt sich (...) um jeweils eigenständige Anlagen, mit eigenständigen Verfahren.“

Bezirksausschuss und Bürger zweifeln an Aussagen des Referats für Klima- und Umweltschutz

Allerdings hat das Vertrauen von BA-Mitgliedern und Bürgern in Aussagen des RKU im Zuge des Verfahrens zur Panzerteststrecke mittlerweile schwer gelitten. Das betonten ein Anlieger gleich zu Beginn der BA-Sitzung in der Bürgersprechstunde sowie Lamkewitz. „Wir wurden beim letzten Mal falsch informiert“, klagte der Vorsitzende des Unterausschusses Umwelt und Verkehr an.

Deshalb fordert das Gremium erst umfassende Informationen, bevor es zu einer nachträglichen Genehmigung der Lackieranlage Stellung nimmt. Konkret: Viertelchef Pascal Fuckerieder (SPD) kümmert sich jetzt um einen Gesprächstermin mit Vertretern des RKU und um eine Besichtigung der Anlage auf dem Firmengelände von KMW. Vorab stellen die BA-Mitglieder umfangreiche Fragenkataloge an die jeweiligen Stellen zusammen. Lamkewitz hat damit bereits begonnen.

Panzerteststrecke Allach: Stadtratsfraktionen fordern Lärmschutz

Zudem melden sich inzwischen auch die Stadtratsfraktionen von Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt in der Diskussion um die Panzerteststrecke zu Wort. Die Grünen wollen unter anderem wissen, wie die Stadtverwaltung die baurechtliche Genehmigungsfähigkeit der Teststrecke beurteilt. Sie fordern „schleunigst“ ein umfassendes Lärmschutzkonzept rund um die Panzerteststrecke.

SPD-Fraktionschef Christian Müller verlangt ebenfalls Lärmschutz und fordert das Unternehmen auf, die Testzeiten „auf das notwendige Maß zu beschränken“. Gleichzeitig will er die dortigen Arbeitsplätze erhalten und spricht sich daher für den Fortbestand der Teststrecke aus. Müller: „Das Umweltreferat muss nun die Untersuchungen nachholen, die es in der Vergangenheit verschlafen hat.“

SPD-Fraktionschef Christian Müller spricht sich für Lärmschutz und die Erhaltung der Arbeitsplätze des Unternehmens aus.

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