Ärger in der Spielstraße:

Stoppt die Raser in der Jestelstraße

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Gerne würde Franziska Kiefer mit ihrer Tochter Lilith (4) in der Jestelstraße das Fahrradfahren üben. Doch das ist ihr zu gefährlich.

Untermenzing - Eigentlich müsste Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, doch im Viertel rasen die Autos nur so durch die Straßen. Den Anwohnern reicht es jetzt

Eigentlich müssten in der Jestelstraße, einem verkehrsberuhigten Bereich, Autos Schrittgeschwindigkeit fahren, könnten Fußgänger die Fahrbahn gleichberechtigt benutzen und Kinder angstfrei auf der Straße spielen. Die Realität sieht aber anders aus: „Keiner hier traut sich, die Kinder alleine auf die Straße zu lassen“, sagt Franziska Kiefer (44). Das Problem: Die Spielstraße wird von vielen Autofahrern als Abkürzung zur Von-Kahr-Straße genutzt. „Und keiner fährt Schritttempo“, so Kiefer. Sie fordert nun Maßnahmen, die die Raser ausbremsen.

Dazu hat die Mutter einer vierjährigen Tochter dem Bezirks­ausschuss (BA) Allach-Untermenzing einige Vorschläge gemacht. Diese reichen von Pflanzkübeln oder Bodenschwellen bis zur Ausweisung als Einbahn- oder Anliegerstraße. Rund 20 Familien unterstützen Kiefers Initiative.

Handlungsbedarf sieht auch der BA. „Viele haben noch nicht realisiert, dass es eine Spielstraße ist“, bestätigt Stefanie Martin (CSU). Das Gremium fragt jetzt beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) nach Möglichkeiten wie baulichen Veränderungen oder einer Einbahnregelung nach.

KVR-Sprecher Johannes Mayer sagt, die Situation müsse geprüft werden. Immerhin: Seit kurzem hat die Stadt ein Messgerät für Geschwindigkeiten unter 20 Stundenkilometern. ul

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