Durchblick überzeugt

BA stimmt überarbeiteten Plänen fürs Diamalt-Gelände zu

Das geplante Wohngebiet auf dem Diamalt-Gelände
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Das geplante Wohngebiet auf dem Diamalt-Gelände
Die Visualisierung zeigt den Blick von der Georg-Reismüller-Straße aus.
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Die Visualisierung zeigt den Blick von der Georg-Reismüller-Straße aus.
Der geplante Quartiersplatz, der zwischen der früheren Werkstätte und dem Suppenwürze-Bau entstehen soll.
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Der geplante Quartiersplatz, der zwischen der früheren Werkstätte und dem Suppenwürze-Bau entstehen soll.

Allach: Weniger Tiefgarageneinfahrten, dafür mehr Sichtachsen ins Neubaugebiet und auf die historischen Gebäude des ehemaligen Diamalt-Geländes: Das sind einige der wichtigsten Forderungen des BA Allach-Untermenzing.

Nach anfänglich großer Skepsis (Hallo berichtete) freundet sich der Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing allmählich mit der geplanten Bebauung auf dem ehemaligen Diamalt-Gelände an. Einem inzwischen überarbeiteten Bebauungsplanentwurf hat das Gremium in der jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme von Rafael Nunez-Kraft (Grüne) zugestimmt.

Viertel-Chefin Heike Kainz (CSU) begrüßt vor allem, dass es nun größere Blickachsen auf die historisch wertvollen Gebäude wie das Kesselhaus und die Suppenwürze geben soll, drei Kindertagesstätten entstehen werden und die Zahl der Tiefgarageneinfahrten von zwölf auf voraussichtlich sieben reduziert wurde. „Das sind schon einige Verbesserungen“, sagt die BA-Vorsitzende.

Wie viele Wohnungen genau auf den Grundstücken der Isaria Wohnbau und der Münchenbau errichtet werden, steht noch immer nicht exakt fest. Derzeit wird von rund 680 ausgegangen. In etwa so viele Stellplätze soll es auch geben. Die Verkehrserschließung soll im wesentlichen über die Ludwigsfelder Straße erfolgen. Zwei Tiefgaragen sollen über die Georg-Reismüller-Straße angefahren werden. Für Fußgänger und Radfahrer soll es vier weitere Zugänge ins Neubauviertel geben. Die Kindertageseinrichtungen werden zusammen voraussichtlich Platz für fünf Krippen-, sechs Kindergarten- und zwei Hortgruppen bieten – also Plätze für 260 Kinder, von denen 40 für Kinder aus der Umgebung gedacht sind.

Um der Forderung des BA nach Sichtachsen nachzukommen, wurde an mehreren Stellen nachgebessert. Unter anderem wurde in einem Baufeld an der Georg-Reismüller-Straße ein Teil eines Gebäudes entfernt. „Im gleichen Zug wurden die Zugänge von der Georg-Reismüller-Straße von drei auf sechs, beziehungsweise acht Meter erweitert“, erklärt Isaria-Projektentwickler Dr. Michael Dinkel. Zudem wurde zwischen der sogenannten Direktorenvilla und einer der Kindertagesstätten eine Sichtachse geschaffen. „Passanten haben nun die Möglichkeit, über die Kita-Freifläche das Ensemble aus Suppenwürze, Kesselhaus und Werkstättengebäude zu erleben“, sagt Dinkel. Kritisch bleibt der BA dennoch, besonders in folgenden Punkten: „Die Kreuzungssituation an der Ludwigsfelder Straße muss gelöst werden. Sonst gibt’s Chaos“, betont Heike Kainz. Und es müsse gewährleistet sein, dass der Stadtbezirk rechtzeitig eine weitere Grundschule bekomme. Der Standort Theodor-Fischer-Straße steht zumindest schonmal im zweiten Schulbauprogramm.

Nach dem aktuellen Zeitplan geht der Bauherr davon aus, dass im zweiten Quartal 2018 mit dem Hochbau begonnen werden kann. Dazu müsste der Stadtrat heuer im Juli den Billigungs- und im Dezember den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen. ul

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