So wird das neue Kulturzentrum

Stadtteilzentrum: Die Weichen sind gestellt – Hallo kennt die Details

Die Villa bleibt, der angebaute Saal (li.) und die Kegelbahn werden durch Neubauten ersetzt.
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Die Villa bleibt, der angebaute Saal (li.) und die Kegelbahn werden durch Neubauten ersetzt.

Allach - Das neue Stadtteilkulturzentrum für Allach-Untermenzing an der Eversbuschstraße nimmt Formen an - Hallo kennt die konkreten Planungen und weiß, was BA-Chefin Heike Kainz dazu sagt

Das künftige Stadtteilkulturzentrum für Allach-Untermenzing soll im Juli eine wichtige Hürde im Stadtrat nehmen: Aufgrund einer Machbarkeitsstudie empfiehlt die Verwaltung dem Kommunalausschuss nun eine konkrete Planungsvariante. Gleichzeitig sollen das Bau- und das Kulturreferat beauftragt werden, auf dieser Basis weiter zu planen. Der Bezirks­ausschuss (BA) Allach-Untermenzing hat dieser Variante bereits zugestimmt.

Die Eckpunkte der Planung: Der Hauptbau des Vereinsheims an der Eversbuschstraße 161 aus dem Jahr 1926, die sogenannte Villa, bleibt erhalten. Laut Studie sollen „die bestehenden Nutzungen im Vereinsheim ohne umfangreiche bauliche Eingriffe unverändert fortgesetzt werden“. Der 1950 angebaute Saal und die Kegelbahn, die 1983 südlich der Villa errichtet wurde, werden jedoch abgerissen und durch zwei miteinander verbundene Neubauten ersetzt. Sie sollen im Erdgeschoss zwei verschieden große Säle, im ersten Stock Gemeinschafts- und Musikräume sowie im Untergeschoss eine Kegelbahn, Technik- und Sanitärräume bieten.

Dass das Zentrum über den Innenhof erschlossen werden soll, ist lauf Heike Kainz (CSU) ein besonders großer Gewinn.

Erschlossen wird das Zentrum über einen Innenhof. Dieser sei groß genug für ein Festzelt, wie es für Traditionsveranstaltungen wie das Allacher Dorffest benötigt werde, sagt BA-Chefin Heike Kainz (CSU). Für sie ein großer Pluspunkt dieser Planungsvariante. Die Studie schließt auch die Anwesen Eversbuschstraße 155 und 159 mit ein. Letzteres steht als Einzeldenkmal unter Schutz, ist mit Raumhöhen von nur 2,05 Metern für kulturelle Nutzungen im Bestand allerdings ungeeignet. Längerfristig sieht die Stadt jedoch die Option, das Gebäude durch einen Anbau noch in das Kultur- und Bürgerzentrum zu integrieren. Denkbar sei dort ein „zeitgemäßer Eingang“ unter anderem mit Anbindung an die Tiefgarage, die für die Stadtteileinrichtung gebaut wird. Für den gewerblichen Mieter, der das Gebäude bislang nutzt, bedeutet das laut Stadt, dass er „rechtzeitig zum Baubeginn“ des Zentrums ausziehen muss.

Das seit Jahren leerstehende Haus mit der Nummer 155 wird vom Kommunalreferat derzeit auf seinen Sanierungsbedarf und eventuelle Nutzungsmöglichkeiten hin untersucht. Der BA bleibt bei seiner Forderung: „Es soll so umgebaut werden, dass es für eine Kindertagesstätte geeignet ist. Eine Kita würde sehr gut zur stadtteilkulturellen Nutzung passen“, betont Kainz. Mit der Spielwerkstatt Allach-Untermenzing, die ihre Räume an der Augustenfelder Straße 33 Mitte 2020 verliert (Hallo berichtete), wüsste der BA sogar schon einen konkreten Nutzer. Allerdings bietet die aktuelle Beschlussvorlage weder Zeit- noch Kostenangaben. Wann das Zentrum entsteht, ist noch offen. ul

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