O’buddelt werd

Spatenstich für 750 Wohnungen auf dem früheren Diamalt-Areal

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Das 8,2 Hektar große Entwicklungsgebiet aus der Vogelperspektive.

Allach: Nichts weniger als ein neues Viertel entsteht in Allach bis 2022 auf dem 8,2 Hektar großen Gelände der früheren Diamalt-Werke.

So könnte der Quartiersplatz zwischen Werkstatt und Suppenwürze aussehen.

Jetzt wird’s ernst auf dem Diamalt-Gelände: Der Satzungsbeschluss, der Baurecht auf dem rund 82 000 Quadratmeter großen Gelände schafft, soll am Mittwoch, 6. Dezember, im Stadtrat gefasst werden. Der erste Spatenstich für den Bau von insgesamt 750 Wohnungen, drei Kindertageseinrichtungen, einem Quartiersplatz und einer zentralen Grünfläche findet bereits diese Woche statt. Dann will die Isaria Wohnbau auch verraten, wie eines der größten Wohnungsbauprojekte im Münchner Westen heißen wird. 

Henrik Stratz

Entlang der Georg-Reismüller-Straße wird die Bebauung laut Projektleiter Michael Dinkel eher „Villen­struktur“ haben. Außerdem werden Teile der denkmalgeschützten Mauer erhalten. Richtung Osten und Norden soll die Bebauung als „Lärmschutzriegel“ zur Bahn und zu Krauss-Maffei sowie zur Ludwigsfelder Straße und dem Junkersgelände dienen und wird daher nahezu komplett geschlossen. „Das kommt auch den Allachern westlich unseres Gebiets zugute“, sagt Isaria-Prokurist Henrik Stratz. Das Baufeld an der Ecke Ludwigsfelder Straße/Bahnlinie ist das erste von sechs. Mitte 2018 will der Bauherr soweit sein, dass dort mit dem Hochbau von 150 geförderten und 190 Eigentumswohnungen begonnen werden kann. Bezugsfertig sein sollen die ersten Wohnungen Anfang 2020. Bis alle 750 Wohnungen fertig sind, dauert es laut Stratz bis Mitte 2022. 

Michael Dinkel

In der Mitte des Quartiers entsteht ein frei zugänglicher, rund ein Hektar großer Park. Außerdem bekommen die meisten Gebäude Dachgärten – zusammen rund 2500 Quadratmeter zusätzliches Grün für die Bewohner. Fünf Zugänge werden das Gelände erschließen, wobei die einzige Zufahrt an der Ludwigsfelder Straße (Am Münchfeld) sein wird. Zwei der sechs Tiefgaragen werden von der Georg-Reismüller-Straße aus angefahren, die restlichen vom Innern des Gebiets. Breite Fuß- und Radwege zwischen dem Bestands- und dem Neubaugebiet gibt es vor allem auf Höhe der Franz-Nißl-Straße (sechs Meter) und der Höcherstraße (acht Meter, dort mit Blick aufs Kesselhaus). „Hier haben wir nachgebessert, um den Wünschen der Bürger entgegenzukommen“, sagt Stratz. 

Nach oben korrigiert wurde auch das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen. Jetzt werden insgesamt 260 Kindergarten-, Krippen- und Hortplätze in drei Einrichtungen geschaffen. „Davon 50 bis 60 für die benachbarte Umgebung“, sagt Dinkel. Die Einrichtungen werden nahe des künftigen Quartiersplatzes errichtet. Der Projektleiter spricht vom „Kinderdreieck“. „Das zieht Menschen an und bringt Leben auf den Platz.“ Die historischen Gebäude werden restauriert. In die Werkstatt (erbaut 1914/15) soll unter anderem ein Nachbarschaftstreff und ein Gastronomiebetrieb einziehen, die Suppenwürze (1912 - 1917) soll Wohnungen und Büros beherbergen.

ul

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