Feuerteufel am Kloster

Serie von Brandanschlägen auf Obermenzinger Kloster

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Bilder der Verwüstung vom Mai und September.
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Bilder der Verwüstung vom Mai und September.
Bilder der Verwüstung vom Mai und September.
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Bilder der Verwüstung vom Mai und September.
Schäden nach dem jüngsten Brandanschlag auf das Kloster.
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Schäden nach dem jüngsten Brandanschlag auf das Kloster.
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Obermenzing: Ein Feuerteufel versetzt die Mönche in dem russisch-orthodoxen Kloster gegenüber von Schloss Blutenburg in Angst und Schrecken. Fünfmal wurde dort seit Mai Feuer gelegt.

Entsetzen im Kloster des Heiligen Hiob von Pocaev gegenüber von Schloss Blutenburg: Die Bruderschaft russisch-orthodoxer Mönche wurde heuer schon fünfmal Opfer von Brandstiftern, zuletzt am vergangenen Wochenende. Vandalen setzten eine Mülltonne an einem Carport in Brand, dessen Wand teilweise durchbrannte.

Dachten die Mönche beim ersten Vorfall im Mai noch an einen Unfall, haben sie mittlerweile Angst vor weiteren Anschlägen. „Erst jetzt ist uns richtig klar geworden, dass wir hier gezielt angegriffen wurden und dass die Angreifer auch einen Großbrand auf unserem Grundstück hinnehmen würden“, sagt Pater Hiob, Chor- und Druckereileiter in dem 1946 gegründeten Kloster, in dem derzeit sieben Brüder und drei Pilger leben.

In den vergangenen Jahren hat sich der Park vor dem Kloster offenbar zum Partyort entwickelt. „Jugendliche und manchmal auch Studenten versammeln sich besonders in den Sommermonaten zu teils großen Partys und stellen seit längerem eine Quelle an Lärmbelästigung, Müll und mitunter auch Vandalismus dar“, berichtet Pater Hiob. Die Polizei habe man deshalb aber nicht gerufen.

In der Nacht zum 1. Mai brannte es dann erstmals: Mülltonnen wurden zerstört und die Garage samt Inhalt beschädigt. Unbekannte riefen die Feuerwehr. Die Polizei hatte laut Hiob keinerlei Anhaltspunkte. Kaum waren die Schäden beseitigt, hatten es Brandstifter im September und Oktober erneut auf Mülltonnen abgesehen. Mit dem jüngsten Anschlag waren es nach Informationen der Bruderschaft fünf Angriffe.

Die Polizei ermittelt seit Mai. Die Mönche wollen sich künftig besser schützen und planen unter anderem die Installation von Kameras. Die Sorge aber bleibt: „Wir fühlen uns machtlos und ratlos. Es gibt ja auch keine Hinweise auf eine politische oder sonstige Motivation“, betont Pater Hiob. ul

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