Baugrube liegt seit Jahren brach

Weg mit dem Schandfleck: Dauer-Baugrube an der Manzostraße bringt Stadtteilpolitiker in Rage

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Friedrich Schneller fordert Klarheit zur Dauer-Baugrube an der Manzostraße: Wenn nicht bald mit der angeblich geplanten Ladenerweiterung begonnen wird, soll der Schandfleck weg.

Immer mehr Müll stapelt sich in der Dauer-Baugrube an der Manzostraße: leere Flaschen, Möbelreste, kaputte Fahrräder. Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing will jetzt aktiv werden.

Über diesen Schandfleck ärgert sich ganz Untermenzing: An der Manzo-, Ecke Korbinian-Beer-Straße, liegt seit rund zehn Jahren eine Baugrube brach. Zwischen wucherndem Gestrüpp häuft sich Müll an, leere Flaschen, Möbelreste, kaputte Fahrräder. Genug, um bei Friedrich Schneller (SPD) vom Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing den Geduldsfaden reißen zu lassen: „Wir schicken jetzt einen BA-Antrag an die Stadt. Die soll sich auf die Hinterfüße stellen und dem Eigentümer klar machen, dass das so nicht geht“, sagt der 74-Jährige.

Die Stadt sieht in der jetzigen Situation jedoch „keine rechtliche Handhabe“, wie Thorsten Vogel, Sprecher der Lokalbaukommission (LBK) erklärt. „Die erteilte Baugenehmigung ist noch gültig und die Baustelle ordnungsgemäß abgesichert“, sagt er. Den Unmut vor Ort kann er aber nachvollziehen, denn das Thema beschäftigt den BA und die Stadt schon lange. Bereits 2006 erteilte die LBK dem privaten Eigentümer erstmals eine Genehmigung für einen Erweiterungsbau an den dortigen Supermarkt. „Der Bauherr fing mit dem Aushub an und dann ging’s irgendwann nicht mehr weiter“, berichtet Vogel. Nach jahrelangem Stillstand habe die LBK den Eigentümer aufgefordert, die ursprüngliche Fläche wiederherzustellen. Doch dann ging ein erneuter Bauantrag ein. Seit 2015 hat der Grundbesitzer dort nun eine neue Genehmigung zur „Ladenerweiterung und Aufstockung zweier Wohnungen“.

„Der Bauherr könnte jederzeit beginnen. Man kann ihn dazu aber nicht zwingen“, sagt Vogel. Die Baugenehmigung sei grundsätzlich vier Jahre gültig und könne „auf Antrag jeweils um zwei Jahre verlängert werden“. Die LBK achte dabei darauf, dass die Baustelle gesichert sei. Schneller will mehr: „Fürs Viertel wäre es am besten, wenn dort endlich gebaut werden würde. Wir brauchen die zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten.“ Ginge es nach ihm, würde er den angrenzenden Bau abreißen und sowohl Laden als auch Wohnungen größer planen. Aber dann dürfte das Ganze erst recht länger dauern.ul

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