Widerstand gegen Wohnungsbau

Neue Bürgerinitiative kämpft für den Erhalt der Grünfläche an der Franz-Albert-Straße

Anwohner der Wiese an der Franz-Albert-Straße haben eine Bürgerinitiative für den „Erhalt der Grünfläche“ gegründet. In der jüngsten BA-Sitzung brachten mehrere Anlieger Einwände gegen eine Bebauung des Geländes vor.
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Anwohner der Wiese an der Franz-Albert-Straße haben eine Bürgerinitiative für den „Erhalt der Grünfläche“ gegründet. In der jüngsten BA-Sitzung brachten mehrere Anlieger Einwände gegen eine Bebauung des Geländes vor.

Allach: Nach massiven Protesten hat die Stadt ein „Wohnen für alle“-Projekt auf der dortigen Unnützwiese in Trudering abgeblasen. Jetzt gehen die Allacher auf die Barrikaden.

Bürger gehen auf die Barrikaden gegen den Bau von 85 Wohnungen und für den Erhalt der Wiese an der Franz-Albert-Straße in Allach, wo die Gewofag im Auftrag der Stadt ein „Wohnen für alle“-Projekt realisieren möchte (Hallo berichtete). „Wir wollen diese Grünfläche für spätere Generationen bewahren“, sagte Cornelia Schwarz-Teuber in der jüngsten Sitzung des Bezirks­ausschusses (BA) Allach-Untermenzing.

Dort stellte sie jetzt zusammen mit weiteren Anwohnern die Forderungen einer neu gegründeten Bürgerinitiative (BI) vor. Unter anderem: „Keine Reduzierung derzeit bestehender Grün­flächen in Allach.“ „Keine Bebauung einer Grün­fläche in Insellage.“ Und: „Keine weitere Bebauung bei fehlender Infrastruktur.“ Die BI hat angefangen, Unterschriften für „den Erhalt der Grünfläche Franz-Albert-Straße“ zu sammeln. „Unser Widerstand formiert sich“, so Schwarz-Teuber. Dabei hoffen die Allacher, von den Erfahrungen einer Bürgerinitiative in Trudering profitieren zu können. Diese hat vor kurzem ein „Wohnen für alle“-Projekt auf der so genannten Unnützwiese verhindert (Hallo berichtete). Während dort jedoch strittig war, ob bereits Baurecht bestehe, gibt es an der Franz-Albert-Straße seit 1994 einen gültigen Bebauungsplan.

Der BA hat die Positionen der BI zur Kenntnis genommen. Noch habe sich das Gremium keine Meinung gebildet, erklärte der stellvertretende BA-Chef Friedrich Schneller (SPD). „Wir nehmen Ihre Bedenken äußerst ernst. Jetzt warten wir aber erstmal die Stellungnahmen der Referate ab“, sagte er. Schon während einer Infoveranstaltung der Gewofag haben Anwohner zahlreiche Einwände vorgebracht. „Das müssen die Referate ja bearbeiten. Je nach Ergebnis kann es durchaus sein, dass der BA noch eine Einwohnerversammlung macht“, so Schneller. Die BI ruft derweil jetzt schon zur Teilnahme an der Bürgerversammlung für Allach-Untermenzing am 27. Juni auf.
ul

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