Petition gegen Partys

Nach Brandstiftung im Kloster Obermenzing: Bürger setzen sich zur Wehr

Sie fordern Ruhe und Sicherheit im Viertel: Johann Mauer, Barbara und Antonius Jagdfeld (v.li.). Im Hintergrund ist das Kloster zu sehen, auf das mehrere Brandanschläge verübt wurden.
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Sie fordern Ruhe und Sicherheit im Viertel: Johann Mauer, Barbara und Antonius Jagdfeld (v.li.). Im Hintergrund ist das Kloster zu sehen, auf das mehrere Brandanschläge verübt wurden.

Obermenzing: Lange haben sie nächtliche Partys, Lärm und Müll in der angrenzenden Grünanlage geduldet. Doch nun haben sie eine Unterschriftenaktion gegen die Partymacher gestartet.

Serie von Brandanschlägen auf Obermenzinger Kloster

 © Hiob/ul
Bilder der Verwüstung vom Mai und September.
Bilder der Verwüstung vom Mai und September. © Hiob
Bilder der Verwüstung vom Mai und September.
Bilder der Verwüstung vom Mai und September. © Hiob
Schäden nach dem jüngsten Brandanschlag auf das Kloster.
Schäden nach dem jüngsten Brandanschlag auf das Kloster. © Hiob
 © Hiob/ul

sitzt noch tief und hat die Anwohner im Viertel mobilisiert. Sie fordern, dass Ruhe, Sauberkeit und Sicherheit in ihrer Umgebung wiederhergestellt werden. Dafür hat Antonius Jagdfeld (67), der neben dem Kloster wohnt und zu dessen Freundeskreis gehört, seit dem jüngsten Brand Ende Oktober rund 180 Unterschriften gesammelt und diese jetzt dem Bezirksausschuss (BA) Pasing-Obermenzing übergeben.

„Das Problem hat sich über Jahre langsam gesteigert“, berichtet Jagdfeld. Vor allem an den Wochenenden sei aus der angrenzenden Grünfläche „Musik und Gekreische bis in die Morgenstunden“ zu hören. Dazu kämen oft Scherben von zerschlagenen Flaschen. „Wir haben das lange geduldet“, ergänzt Jagdfelds Frau Barbara (57), „aber mit den Bränden ist das Maß überschritten.“

Das Ehepaar und viele Nachbarn erwarten, dass weiteren Problemen im kommenden Jahr vorgebeugt wird. Die Anlieger wollen „wieder erholsamen Schlaf finden“, Kinder, Hunde und Radfahrer sollen vor Scherben bewahrt werden, und erst recht soll „Sachbeschädigung unterbleiben“. „Wir wollen das Feiern nicht verbieten oder die Feiernden kriminalisieren. Uns geht es um das Ausmaß der Partys,“ betont Jagdfeld.

Der BA schlägt vor, die Stelle für Konfliktmanagement im öffentlichen Raum (AKIM) einzuschalten. Auch über den Einsatz von Streetworkern oder der Parkaufsicht wird im BA nachgedacht. Peter Löffelmann, Chef der Polizei Pasing, rät Anwohnern, bei Störungen die Polizei zu rufen. Seit den Bränden fahren seine Beamten im Viertel häufiger Streife. Die Ermittlungen zu den Vorfällen im Kloster laufen. „Bislang haben wir noch keine heiße Spur, aber wir bleiben dran“, sagt Werner Kraus, Sprecher der Münchner Polizei.
ul

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